Aktuelle Arbeiten und Vorkommnisse auf dem Neuhof

6.- 12. April

Nebst der Mühsal mit dem Coronavirus bleibt die Welt doch nicht stehen. Auf unserem Hof sind wir bis jetzt wenig betroffen, können weiterhin unsere Arbeit verrichten und unserer Kernaufgabe nachgehen, nämlich Nahrungsmittel zu produzieren. Auch die Überlegungen der Landwirte, wie sie umweltschonender und doch ökonomisch Landwirtschaft betreiben können, gehen weiter. Beim Label IP - Suisse hatten wir bisher schon beim Getreide keine Insektizide und keine Fungizide mehr verwendet. Dafür haben uns Migros, Denner, Hiestand (der die Tankstellenshops beliefert), Volg und viele kleinere Bäckereien einen etwa 10 % höheren Preis für Brotweizen bezahlt. Den brauchen wir auch, weil die Erträge entsprechend geringer sind. Nun wollen wir bei IP - Suisse noch weiter gehen und auch keine Herbizide mehr einsetzen. Da ist das Risiko für einen Ertragsausfall noch grösser und die Risiken können sich auch in den Folgekulturen noch verstärken, wenn z.B. alles verunkrautet ist. 

Statt zu spritzen, also das Unkraut chemisch zu vernichten, wird jetzt gestriegelt. Auf dem Bild sehen wir einen solchen Hackstriegel an unserem Traktor. Allerdings muss es dabei trocken sein und der Erfolg ist nicht hundertprozentig. Ein schöner Teil des Unkrauts bleibt zurück. Für den Bauern bedeutet das Ganze: Der Aufwand für ihn wird grösser, er braucht eine neue Maschine und der Ertrag an Weizenkörnern fällt geringer aus. IP - Suisse sucht nun einerseits Bauern, die dieses Risiko eingehen wollen und andererseits Verarbeiter und Detailhändler, die wiederum bereit sind den (nochmals) höheren Preis zu bezahlen, und die daran glauben, dass der Konsument bereit ist das etwas teurere Brot zu kaufen. Migros sieht genau hin und beobachtet einfach, dass die Kunden auch beim Brot immer noch auf den Rappen schauen. Es ist leider immer noch so, dass nicht die Konsumenten nach nachhaltigen Produkten fragen, sondern viel eher die Bauern diese gerne herstellen und verkaufen möchten, aber an der mangelnden Nachfrage scheitern. Mit dem momentanen Hauptpartner der IP - Suisse, der Migros, wurde nun nach zähen Verhandlungen jemand gefunden, der bereit ist, einen Versuch zu wagen. IP - Suisse wird diesen Herbst zwischen 8- und 10-tausend Tonnen pestizidfreien Weizen an die Migros verkaufen können. Jetzt müssen aber noch mehr Bauern gefunden werden, damit diese Menge auch geliefert werden kann. Es bleibt die Frage, ob der Konsument jetzt nicht wegen einer anstehender Rezession weiter sparen will und nicht bereit ist, mehr für nachhaltig produzierte Nahrungsmittel auszugeben -  oder ob er die Coronazeit für gründliches Nachdenken über den Zustand dieser Welt nutzt und neue Wege finden will für ein klima- und biodiversitätsfreundliches Verhalten.

 

Übrigens: Für unsere Feldhasen heisst das, dass sie nicht mehr mit Chemikalien geduscht, sondern maschinell gestriegelt werden. Was ihnen wohl mehr behagt? 

 

30. März - 5. April 2020

Unsere Hühner sollen nicht nur möglichst viele Eier legen (zur Zeit hat es ja überall zu wenig), sondern wir wollen auch weiterhin eine gute Qualität liefern. Vor allem der Geschmack wir von vielen unserer Kunden gerühmt. Wir denken, der gute Geschmack kommt vom Aufenthalt im Freien, und dass die Hühner da die Möglichkeit haben, Würmer und Gräser zu schnabulieren. Unser Hühnerhof ist jetzt allerdings völlig kahl gepickt und wir mussten ihn neu ansäen. 

Deshalb haben wir unsere Ponyweide jetzt zur Hühnerweide umfunktioniert. Unsere Hühner werden sie die nächsten 3 - 4 Wochen nutzen, damit das Gras im Hühnerhof wachsen kann und nicht schon beim Keimen aufgepickt wird. Allerdings mussten wir dazu die Strasse Richtung Landi sperren. Das macht im Moment aber nichts, weil sie sowieso für Fahrzeuge gesperrt ist. Der neue Belag muss sich erst festigen. Ausserdem ist ja auch der Spielplatz geschlossen und es sind kaum Leute da. Somit haben wir den best möglichen Zeitpunkt gefunden für diese Aktion. Wir hoffen jetzt, dass das neue Gras möglichst rasch spriesst, was bis jetzt schwierig war, weil wir einige sehr kalte Nächte hatten. Der Frost bis - 5° verlangsamt das Wachstum. Er hat auch unser weniges Obst geschädigt, also die Kirschen, Pfirsiche, Quitten, Zwetschgen und Mirabellen. Hinzu kommt noch, dass es bei diesem wunderschönen Frühlingswetter leider bereits wieder zu trocken ist. 

23. - 29. März 2020

Hier ein Video vom ersten Weidegang unserer Tiere dieses Jahr. Die reine Freude! 

 

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Wir sehen: Auch bei den Kühen gibt es sportliche und eher träge Tiere. Lebhafter sind vor allem die Jüngeren. Aber auch bei unserer Gruppe gibt es grosse Unterschiede. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter. Aber am ersten Weidetag bleibt keine Kuh im Stall und alle freuen sich. Zudem war herrlich warmes Märzwetter.

 

Der Hof ist jetzt halt, trotz schönem Wetter, fast wie tot, weil alles abgesperrt ist und die Besucher fast vollständig ausbleiben. Ausser: Die Kundschaft für Milch und vor allem für Eier hat stark zugenommen. Es wird ja auch vermehrt zuhause gegessen und es braucht deshalb vermehrt Grundnahrungsmittel. In der Gastronomie werden oft billige Importprodukte eingesetzt (natürlich nicht überall!). Jetzt, wo in den Geschäften die Regale leer gekauft werden, besinnt man sich vermehrt auf die heimische Landwirtschaft und versucht beim Direktverkauf zu ergattern, was man kriegen kann. Das spüren die Bauern, nicht nur bei Eiern, sondern auch beim Mehl, beim Gemüse, etc. Leider können sie nicht über Nacht mehr ernten und unsere Hühner arbeiten, wie gesagt, nicht auf Kurzarbeit, sondern erledigen ihre Arbeit zuverlässig wie eh und je. Trotzdem können Sie nicht wider ihre Natur handeln, sondern legen stur immer etwa gleich viel Eier. Wir sind also regelmässig ausverkauft, was früher nicht der Fall war, ausser vielleicht mal an Ostern. Deshalb haben wir zur Zeit etwas Schwierigkeiten, jederzeit immer alle Kunden zu befriedigen.

 

16. - 22. März

Jetzt trifft das Coronavirus auch uns. Führungen und Reservationen des Holder - Rümli sind bis Ende April abgesagt. Das Holder - Rümli ist geschlossen. Das betrifft auch Leute, die darin wie bisher nur einen Kaffee trinken wollen. Den Spielplatz haben wir geschlossen, weil sich bei schönem Wetter sonst zu viele Erwachsene auf unserem Hof tummeln. Es sind ja diese, die als Infektionstreiber gelten und nicht die Kinder. Aber weil die Kinder nicht ohne erwachsene Begleitperson kommen dürfen, blieb uns keine andere Wahl. So haben wir die Zugangsöffnung des gerade erst neu angeschafften Trampolins verschnürt, sämtliche Stühle weggeräumt, alle Spielsachen aus dem Sandkasten entfernt und auch alle Traktörli, Velöli, Rutscherli und Dreiräder fortgeschafft. Bei den 3 Hofzugängen haben wir Plakate angebracht, dass der Spielplatz bis auf Weiteres geschlossen ist.

 

Am Montagnachmittag mussten wir den einen oder anderen überraschten Hofbesucher nach Hause schicken. Sie hatten die Tafeln, die wir unserer Meinung nach unübersehbar an den Hofzugängen aufgestellt hatten, nicht gesehen oder nicht sehen wollen. Selbstverständlich ist der Direktverkauf noch offen und Spaziergänge über unseren Hof sind weiterhin möglich, einfach ohne Kaffeepause oder Picknick.

 

Es gibt aber überall auch Positives zu finden, wenn man es denn sehen will. So haben wir in der nächsten Zeit etwas Ruhe auf dem Hof und dieser gehört auch wieder einmal uns alleine. Das Gras unter den Linden, das in den letzten Jahren immer zertrampelt wurde, kann sich wieder erholen und es wird wieder grün unter den Linden. Und am Montag war unser absoluter Spitzenverkaufstag, was die Eier betrifft: Wir haben 1000 Eier verkauft, also in etwa alles, was unsere Hühner im Verlaufe eines Tages zu produzieren im Stande sind. Da die Kunden in den Läden in ihrer Angst schon alles leergeräumt hatten, hat man sich an uns erinnert. Der Vorrat an Eiern dürfte in den Privathaushalten in Reinach und Umgebung also für längere Zeit sichergestellt sein.

 

Diese Woche wollen wir das Getreide striegeln. Eine Parzelle wird mit einem Herbizid gegen das massenhafte Vorkommen und Wuchern der Klebern behandelt. Und die Kühe dürfen am Mittwochmorgen dieses Jahr das erste Mal auf die Weide. So etwas ist in den letzten 25 Jahren so früh erst 1 Mal vorgekommen....

9. - 15 März 2020

Wie zu sehen ist, musste ein neues Design her für unsere Webseite. Das alte liess sich auf dem Smartphone nicht mehr darstellen, da veraltet. Das bedeutete einen Tag Arbeit. Schliesslich macht man das ja nicht alle Tage.

 

Draussen wird der Feldweg zur Landi Aesch neu gemacht. Wir erinnern uns, dass 2008 die Euro08 in der Schweiz stattfand. Damals durften, bzw. mussten wir Parkplätze für 5000 Autos zur Verfügung stellen. Die Armee erstellte die Parkplätze und erneuerte mit grossem Gerät die Zufahrtsstrassen . Am Ende brachte sie auch alles wieder in Ordnung. Das führte damals dazu, dass der Weg von der Landi bis zum Neuhof erneuert wurde. Nach 12 Jahren ist es jetzt wieder so weit. Die Naturstrasse wurde ziemlich stark genutzt und entsprechend ausgefahren. Es reicht nicht mehr, einfach nur die Löcher mit Kies zu füllen. Die Fahrrinnen sind so tief und so stark verfestigt, dass das Wasser nicht mehr abläuft. Jetzt muss der ganze Weg von Grund auf neu gemacht werden. Zuerst werden die erhöhten Wegränder abgefräst. Dabei wird das Material direkt ins Land geschleudert und fein verteilt. Danach wird über die ganze Weglänge alles 15 Zentimeter tief ausgefräst und wieder festgewalzt. Als Nächstes werden ca. 15 Lastwagen voller Grobmergel aus einer Baustelle in Aesch zugeführt. Dieses Material wird mit einem Steinbrecher in 2 - 3 cm grosse Stücke zerbrochen und anschliessend festgewalzt. Am Schluss wird mit einem grossen Planierschild noch eine Rundung für den Weg erstellt, damit das Wasser gut ablaufen kann und alles noch gewalzt. Danach darf der Weg 3 Wochen lang nicht befahren werden, damit sich alles verfestigen kann.

Das neue Trampolin ist eingetroffen und soll diese Woche in Betrieb genommen werden. Wir wollen es in einer Regenpause aufbauen und es gibt sicher noch ein paar Stunden Arbeit. 

 

Während eine Vorstandssitzung der IP - Suisse wegen Coronavirus abgesagt werden musste , hat die Vorstandssitzung des Getreideproduzentenverbandes am Dienstag stattgefunden. Auch unser Viehzuchtverein, mit dem wir jeweils die Tierschauen auf unserem Hof organisieren, wird diese Woche seine Jahresversammlung abhalten.

2. - 8. März 2020

Letzten Samstag ist das neue Sprungtuch für das Trampolin eingetroffen. Leider gab es aber am gleichen Tag eine gewaltige Sturmböe, die das ganze Trampolin anhob, umdrehte und wieder auf den Boden schlug. Dabei blieb das Trampolin am Pfosten mit der Kasse hängen und das Resultat der ganzen Aktion war ein Totalschaden. Zum Glück war niemand in unmittelbarer Nähe. Das hätte bös ausgehen können. Jetzt müssen wir also ein komplett neues Trampolin bestellen und erst einmal aufräumen.

 

Am Sonntag ist im Stall eine Wasserleitung gebrochen. Sie war alt und verrostet. Christian legte eine Notleitung , damit die Kühe wieder Wasser hatten, denn um die alte Leitung zu reparieren, musste er am Montag zuerst einen neuen Winkelschleifer kaufen. Der alte war in der Woche davor kaputt gegangen.

 

Ausserdem spüren wir bereits erste Auswirkungen des Coronavirus: Am Samstag haben die Gillerugger, die bei uns einquartiert sind, die Wageneinweihung abgesagt. Eine Basler Fasnacht gibt es ja auch nicht. Wir haben also vergebens den Raum neben dem Holder - Rümli einen ganzen Tag lang leergeräumt. Aber das werden wir verschmerzen. Viele andere trifft es ja viel härter. Am Sonntag war ein Kindergeburtstag im Holder - Rümli. Aber es waren nur 3 Kinder dabei. Die anderen 7 eingeladenen Kinder, bzw. deren Eltern haben aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus abgesagt.

 

Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: Am 26. Februar wurde Christian 60 Jahre alt. Das wurde am Samstag, den 29. Februar ausgiebig mit der erweiterten Familie bei Schürchs zuhause gefeiert. Auf dem Neuhof kamen dann zur anfänglichen Verwirrung und anschliessenden Freude von Christian als Überraschung noch viele Gratulanten zum Apéro hinzu. Es waren alles Menschen, die wir zur "Neuhoffamily" zählen und uns schon viele Jahre begleiten. Alle haben Geld zusammengelegt, damit Christian sich einen guten Feldstecher zur Vogelbeobachtung kaufen kann. Damit wurde der Nagel auf den Kopf getroffen. Es war das perfekte Geschenk und Christian hat sich riesig darüber gefreut. Und für Susanna war es eine grosse Entlastung, dass sie weder mit dem Aufstellen, noch mit dem Aufräumen des Apéros zu tun hatte - alles wurde von Neuhoffreunden übernommen. An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an alle und ganz speziell an Severine und Sandro.

 

Übrigens: Severine hat uns vor einiger Zeit das Kälbchen Mokka abgekauft und eine Ausbildung für tiergestützte Therapie gemacht. So kann sie statt mit einem Hund  z.B. auch mit dem ausgewachsenen Rind Mocca, das immer noch bei uns lebt, oder mit anderen Bauernhoftieren Therapien anbieten.

 

25.02. - 2.03.2020

Wieder einmal wurde eine unserer Kassen geknackt. Dieses Mal war es die WC - Kasse. Neben der gelben WC - Kabine hatte Christian eine massive Kasse satt an die Wand geschraubt. Die Schrauben liessen sich nur mit grossem Kraftaufwand aus der Wand lösen. Trotzdem ist es jetzt jemandem gelungen, die Kasse eines Nachts zu entwenden. Leider war viel Geld drin, weil wir immer wieder vergessen hatten die Kasse zu leeren. Das ist ärgerlich. Jetzt hängt eine neue Kasse dort, die Christian in die Wand einbetoniert hat. Mal schauen, wie lange das hält! 

 

Ebenso war am Dienstagmorgen plötzlich ein grosser Riss im Sprungtuch des Trampolins - oder war es ein Schnitt? Wir wissen es nicht. Wir werden jedenfalls für Ersatz sorgen.

 

Wie angekündigt, haben wir mit der Heckenpflege zwischen Reinach und Aesch begonnen.

Ursprünglich hatten wir hier vor 25 Jahren eine Buntbrache gesät und nach Absprache mit Experten in die Mitte 3 Reihen Hecken gepflanzt. Diese Hecke hat sich anfangs nur sehr langsam entwickelt, weil in den Kiesböden im Sommer oft das Wasser fehlt. Das ging so weit, dass die noch jungen Büsche im Sommer oberirdisch abstarben, aber im Frühjahr wieder ausschlugen. Sie wurden jedes Jahr kräftiger. Daneben kamen auch Pflanzen auf, die wir gar nicht gesetzt hatten: Hartriegel, Ahorn, verschiedene Brombeerarten. Ein kleiner Wald entstand, aus dem wir - wie schon erwähnt - vor 3 Jahren alle grossen Büsche und Bäume entfernt haben. Nun ging es aber noch schneller. Der Hartriegel ist z.T. 3 - 4 Meter hoch und steht so dicht, dass kein Licht mehr bis zum Boden durchdringt. Dadurch ist der Nutzen für die Biodiversität nicht mehr gross. Der ganze Heckenstreifen gehört aber zum Ökoprogramm des Kantons, wofür wir auch Beiträge erhalten. Deswegen müssen wir jetzt handeln, damit der ökologische Wert und damit unsere Beiträge erhalten bleiben. Wir entfernen über 3 Jahre die Hecke, immer nur ein Drittel, damit genügend Schutz für die etablierte Fauna und Flora bleibt.

17. - 23. Februar 2020

Der Sturm hat einige Ziegel heruntergerissen. Beim Haupthaus auf der Vorder - und Rückseite. Beim Riegelgebäude wurden oberhalb des Holder - Rümlis ein paar Ziegel verschoben, die wir nur wieder richtig hinlegen mussten. Bei den Hühnern wurde zum 3. Mal die mobile Abtrennung umgeworfen und im Innenhof wurden die Spielsachen unseres Bauernhofspielplatzes in alle Himmelsrichtungen davongeweht. Auch das Trampolin fand sich nicht mehr am normalen Standort, sondern vor der Hauswand des Haupthauses, nah am Auto des Mitarbeiters, aber zum Glück ohne dass dieses in Mitleidenschaft gezogen wurde. 

 

Die Ziegel auf dem Dach des Haupthauses haben wir selber ersetzt. Es waren nur wenige und es ging schneller, als wenn ein Dachdecker alles im Auftrag der Gebäudeversicherung repariert hätte.

Nach längerer Pause gab es letzte Woche wieder ein Kälbchen. Wir haben durchgerostete Abtrennbügel im Kuhstall bei den Liegeboxen repariert und verstärkt und am Donnerstag und Freitag war Christian zusammen mit Kollegen in der Lenk zum Skifahren. Er geht 1 bis 2 Tage pro Jahr Skifahren. Also war es das wieder mal für ein Jahr. Den Schnee muss man ja immer mehr suchen. Wie schon der Januar scheint auch der Februar viel zu warm zu werden. Bereits beginnen die Knospen von verschiedenen Sträuchern und Bäumen zu schwellen und das Risiko für einen späteren Frostschaden steigt.

10. - 16. Februar 2020

Vor 25 Jahren haben wir in der Ebene zwischen Reinach und Aesch 3 Heckenstreifen angelegt. Das war ein Teil der Massnahmen, um die Ebene biodiversitätsmässig aufzuwerten. Es wurden Oasen und Rückzugsgebiete geschaffen und diese miteinander vernetzt. Die positiven Resultate sind bekannt. Gerade Vögel sind ja ein sehr guter Zeiger für den Zustand eines Lebensraumes und wir wissen, dass viele - auch seltene - Vogelarten hier brüten. Nicht zuletzt dank der ökologischen Qualität dieses Gebietes konnte ein Grossanlass wie das eidgenössische Schwingfest hier verhindert werden und wir hoffen sehr, dass auch eine Umfahrung Süd um Reinach, wie sie das Parlament im kantonalen Richtplan festlegen will, keine Chance hat, denn es würde genau dieses Gebiet treffen.

 

Die dort eigens angelegten Hecken wachsen und müssen gepflegt werden. Vor ein paar Jahren haben wir 2 Wochen lang daran gearbeitet, sie zu stutzen. Wir haben grosse Holzhaufen erstellt und diese später zu Holzschnitzeln verarbeiten lassen. Nun ist es wieder soweit. Vor allem die Hecke bei der Landi hat sich negativ entwickelt, was heisst, dass sie sehr einseitig geworden ist. Der rote Hartriegel breitet sich fast invasiv aus und überwuchert alles. Wir haben eine Fachfrau hinzugezogen, um herauszufinden, was getan werden kann und sind übereingekommen, dass in den nächsten 3 Jahren jeweils ein Drittel der Fläche völlig zurückgeschnitten und mit Dornengewächsen neu bepflanzt wird. Das diesjährige Zurückschneiden soll in den nächsten 3 Wochen passieren, bevor die Vögel zurück sind.

 

Ebenfalls bei der Landi wurde ein Teil unseres Feldweges ohne unser Wissen von einer Baufirma geteert. Er soll als Zufahrt zur Baustelle bei der neuen Tramunterführung dienen. Diese Baustelle bleibt offenbar während weiterer 4 Jahre bestehen. Davon ausgehend wird der Autobahnvollanschluss Aesch bedient. Schön wäre es, wenn man als Direktbetroffener auch aus erster Hand informiert würde. Vielleicht geschieht das ja noch....

2. - 8. Februar 2020

Die kleineren Kälber sind umgezogen vom vorderen Bereich bei den Kühen, wo wir immer viele Besucher haben, in den hinteren Bereich innerhalb der Scheune. Das Bild links zeigt sie bei ihrem Umzug durchs Tenn. Im vorderen Bereich beim Stalleingang ist im Moment nur noch ein Kälbchen. Aber rund ums Jahr gibt es ja immer wieder Geburten. Pro Kuh und Jahr im Schnitt ein Kalb. Das sind also etwa 50 Kälber im Jahr. Die nächste Geburten erwarten wir bei Veieli und Timothe. Sie werden in ca. 10 Tagen, bzw. in weiteren 10 - 14 Tagen ein Kälbchen bekommen. Veieli und Thimothe sind beide schon älter und haben schon mehrere Geburten hinter sich. Sie haben uns also auch schon viel Milch geschenkt.

Auf dem Bild rechts sind die Kälbchen in ihrem neuen Stall angekommen. Die vorherigen Bewohnerinnen dieses Stalls waren mit 4 Monaten alt genug, um unseren Betrieb Richtung Eptingen zu verlassen. Seit 3 Wochen hatten sie keine Milch mehr erhalten, sondern Wasser getrunken und das gleiche gefressen wie die Kühe. Im Alter von 2 Jahren werden die Tiere dann hochträchtig wieder zurück auf unseren Hof kommen. 

 

In 4 Wochen gehen die abgebildeten Kälbchen dann ebenfalls auf die Reise zu unserem Partnerbetrieb im Bergland von Eptingen.

 

 

27.01. -02.02.2020

Wieder einmal sind neue Legehennen eingestallt worden. Die alten wurden abgeholt und in einen Schlachthof für Geflügel im Aargau transportiert. Dazu mussten die knapp 500 Hühner eingefangen werden und danach in Gruppen à 15 Stück in je eine Transportkiste gepackt werden. Es ist am einfachsten die Hühner im Dunkeln einzufangen. Dann sitzen sie nämlich auf ihren Sitzstangen und schlafen und man kann sie einfach von den Stangen pflücken. So ist dann auch der Transporteur um 22 Uhr eingetroffen, wir haben die Hühner eingefangen und um 23 Uhr war der Spuk vorbei und die Hühner verliessen in Kisten verpackt den Hof. Am nächsten Tag haben wir alle Einrichtungen abmontiert, zum Waschplatz transportiert und dort mit dem Hochdruckreiniger gewaschen. Der Stall wurde ausgemistet und dann ebenfalls mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. Legenester, Sitzstangen, Mistbänder, der Fressplatz, Tränken, Boden, Wände, alles musste gereinigt werden. Nach eineinhalb Tagen schmerzen die Arme vom Halten des Hochdruckreinigers, der meistens in Schulterhöhe gehalten werden muss. Danach lassen wir alles trocknen, desinfizieren darauf alles und richten anschliessend alles wieder ein. Am Schluss wird der Stall mit frischem Stroh eingestreut und 3 Tage nach dem Ausstallen treffen die neuen Junghennen ein, die wir in 32 Kisten à je 15 Hühner in den Stall tragen. Wir lassen sie frei und sie machen sich unter wildem Geflatter mit der neuen Umgebung vertraut. Schnell haben sie sich beruhigt  und beginnen im Stroh zu scharren und zu picken.

 

Zum Glück war es nicht zu kalt, sonst hätten wir gar nicht waschen können, weil alles gefroren wäre. Die Ställe sind nicht heizbar, sondern sie werden im Winter durch die Körperwärme der Tiere geheizt. So gefriert das Wasser im Stall nicht. Die Körpertemperatur eines Huhnes beträgt 41,5 Grad. Nachts sitzen die Hühner sehr nahe beieinander und wärmen sich so gegenseitig. 

 

Die neuen Hühner sind erst 18 Wochen alt. Ab der 20. Woche beginnen die ersten von ihnen Eier zu legen. Täglich gibt es ein paar Eier mehr. Momentan haben wir aber schon 30 Eier pro Tag. In 3 Wochen werden alle Hühner Eier legen. Unsere langjährige Kundschaft weiss, dass die Eier von Junghennen klein sind und dass es jetzt wieder nur Kleineier auf dem Hof zu kaufen gibt, natürlich zu reduziertem Preis, bis dann die Eier ca. Ende Februar Normgrösse erreicht haben.

 

Momentan sind wir regelmässig im Stall auf Eiersuche, weil viele Junghennen noch nicht begriffen haben, dass sie ihre Eier in Nester legen sollen. In ein paar Tagen werden sie sich aber zurechtgefunden haben und sich gerne in ein Nest zurückziehen, um ihr tägliches Ei zu legen. So liegen im anderen Stall, wo sich die ältere Hühnergruppe befindet, jeden Tag nur 5 - 6von 450 Eiern am Boden im Stroh.

20.01. - 26-01-2020

Das schöne und warme Wetter haben wir genutzt, um die vielen Dornen und Büsche in der Weide unter dem Schlatthof zurückzuschneiden. Es geht da zuerst um 2 Neophyten: Vor allem die armenische Brombeere wuchert enorm. Bei schonender Beweidung, wie sie bei extensiver Bewirtschaftung gefordert ist, kann sie von den Kühen nicht zurückgedrängt werden. Zudem macht sich das  Berufskraut breit. Wir müssen uns also überlegen, ob die Bewirtschaftungsform "extensive Weide" noch sinnvoll ist. Als estes werden wir im Sommer zusätzlich einen oder zwei Tage aufwenden, um unerwünschte Pflanzen bereits im jugendlichen Stadium zu bekämpfen oder zurückzudrängen. Danach werden wir im Winter nicht mal mehr die Hälfte der jetzigen Arbeit haben.

 

Die Bewilligung vom Amt für Umwelt und Energie (AUE) haben wir erhalten und konnten somit die Gülle ausbringen.

 

Letzte Woche brachte "20 Minuten" einen Beitrag über Hundekot in den Feldern der Reinacher Ebene, worin wir, das Pächterehepaar, zitiert werden. Der Text, wonach Hundekot unangenehm, sogar gefährlich sein kann und wir überhaupt keine Freude daran haben, ist korrekt. Ebenso Christians Feststellung, dass die Leute aber in den letzten 20 Jahren vernünftiger geworden sind. Was uns etwas gestört hat, ist dass jemand da Fotos verwendet hat, die von uns stammen. Aber letzten Endes ist das heutzutage wohl unvermeidbar, wenn man sich auf dem Internet präsentiert.

 

Diese Woche wird es wieder schön, aber weniger warm. Wir werden draussen entlang Hecken und Wegen noch etwas Ordnung machen.

13.1. - 19.1.2020

Unsere Güllegrube ist zu klein, um die Gülle eines ganzen Winters darin sammeln zu können. Aber im Winter sollte keine Gülle auf die Felder gebracht werden. Wenn der Boden gefroren ist, besteht die Gefahr, dass die Gülle abgeschwemmt wird, oder dass zu viel Ammoniak in die Luft steigt, wenn die Gülle nicht in den Boden versickern kann. Aber die Winter sind wärmer als früher und diese Woche soll es wieder über 10° warm werden. Hinzu kommt noch, dass unser Land topfeben ist und deshalb nichts oberflächlich abfliessen kann. Es beginnen sogar bereits Vegetationsaktivitäten und die Nährstoffe können von den Pflanzen aufgenommen werden. Somit sollte es diese Woche unserer Meinung nach möglich sein in unserer Güllegrube etwas Platz zu schaffen. Allerdings benötigen wir dazu die Bewilligung des Amtes für Umweltschutz und Energie und werden also als erstes diese einholen müssen. Bis dahin muss die Gülle mehrmals aufgerührt werden, weil sich viel Stroh darin befindet. Dieses bildet eine Schwimmschicht, welche wiederum verhindert, dass die Gülle - weil die Güllegrube schon bald voll ist - vom Stall her in die Grube abfliessen kann. Das Aufrühren ist aber nicht einfach, weil es im Betondeckel der Güllengrube zu wenig Rührlöcher hat. So bleibt das feste Material in den Ecken stecken und staut sich da.

 

Seit November hat sich wieder viel Abfall angehäuft, vor allem Folien der Siloballen, aber auch kaputte Spielsachen vom Spielplatz (diese müssen oft ersetzt werden) und noch viel mehr. Daher ist es für uns natürlich praktisch, dass in Aesch in der Nähe der Landi ein neues Entsorgungscenter entstanden ist. Das ist für uns sehr nah und einfach zu erreichen. Früher mussten wir mit dem Traktor nach Laufen fahren.

 

Bei schönem Wetter wollen wir die Weide unter dem Schlatthof entbuschen. Es ist eine extensive Weide, d.h., um die Artenvielfalt zu erhalten, darf sie nicht intensiv beweidet werden. Das hat dann eben zur Folge,  dass Stauden und dorniges Gestrüpp immer wieder stark nachwachsen. Diese müssen dann immer wieder mit Motorsäge oder Motorsense zurückgedrängt werden, damit nicht die ganze Weide zuwächst.

 

 

6.1. - 12.1.2020

Wir starten in ein neues Jahrzehnt und sind dankbar, dies mit einem gehörigen Rucksack an Erfahrungen tun zu dürfen. Wieviel schwieriger es doch war, 1994 auf dem Neuhof zu starten! Oder 1987 auf dem Mapprach in Zeglingen BL!  Beide Male mussten wir bei Null anfangen. Das erste Mal waren wir ein angestelltes Betriebsleiterehepaar, beim 2. Mal starteten wir als Pächterehepaar. Beide Male waren wir zu Beginn nur zu zweit und mussten uns ein neues Umfeld erschaffen. Ursprünglich kamen wir aus der Ostschweiz. Wir mussten uns beide Male an einem neuen Ort zurechtfinden, Werkzeuge, Geräte und Maschinen anschaffen (beim zweiten Mal auf eigene Rechnung), Bezugsorte für Betriebs - und Unterhaltsmittel finden, Absatzorte erschliessen, ein Betriebskonzept und eine Betriebsphilosophie erstellen, neue Bezugspersonen und Mitarbeiter finden. Es galt und gilt sich ständig zu hinterfragen, sich dem Standort anzupassen und dazu zu lernen, nicht nur, was die klimatischen und topographischen Fragen betrifft, sondern auch was Gemeinde und Politik angeht. Vom abgelegenen Bergbauernhof im Oberbaselbiet, wo sich das zu bewirtschaftende Land von 600 bis 1000 Meter über Meer erstreckte, waren wir umgezogen auf einen Flachlandbetrieb in der Agglomeration mit Tramhaltestelle direkt vor dem Bauernhof. Natürlich war dann die Bewirtschaftung auf dem Flachlandbetrieb viel einfacher, weniger gefährlich und weniger kräftezehrend. Dafür ist die Lage des Betriebes im Flachland weniger idyllisch. Und obwohl beide Bauernbetriebe im gleichen Kanton liegen, bemerkten wir doch starke Mentalitätsunterschiede zwischen der Bevölkerung und den Bauernfamilien im Ober- und dem Unterbaselbiet. Hinzu kamen noch die zahlreichen Mitarbeiter aus anderen Gegenden der Schweiz, aber auch aus dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei und jetzt Moldawien, ganz zu schweigen, von den vielen Expats, die unseren Hof besuchen oder sogar das Holder-Rümli mieten. Jeder Menschenschlag hat seine Vor- und Nachteile und weil wir verschiedene Mentalitäten kennen, hat uns das auch toleranter gemacht.

 

Seit wir - Susanna und Christian - gemeinsam gestartet sind, also seit 1987, hat sich nicht nur das Klima verändert, sondern auch die Landwirtschaftspolitik und es galt sich ständig anzupassen. Vieles fällt uns heute viel leichter. Der Betrieb ist so eingerichtet, dass wir rationell und speditiv arbeiten können. Wir wissen, an wen wir uns bei Fragen wenden können, haben ein grosses Beziehungsnetz, viele Helfer und Freunde und natürlich auch einen grossen Erfahrungsschatz. Und mit dem Alter wird man auch ruhiger. Bei einem Missgeschick fürchtet man nicht immer gleich den Weltuntergang.

 

Immer haben wir uns Ziele gesetzt und tun das heute noch. Nachdem wir den Betrieb aufgebaut haben und nun einige Jahre von der investierten Zeit und dem investierten Geld profitieren konnten, kommt nun eine ganz neue Phase auf uns zu. Das Ende der Berufstätigkeit naht. In 3 Jahren, Ende 2022, wird die Pacht zu Ende sein. Wir haben uns mit der Verpächterin darauf geeinigt, dass wir den Pachtvertrag dann nicht mehr erneuern möchten. Da unsere beiden Jungs einen anderen Weg eingeschlagen haben und es also auch keinen Hofnachfolger aus unserer Familie geben wird, freuen wir uns darauf etwas früher in Pension zu gehen. Bereits zeigen sich andere Abläufe in unserem Alltag. Es geht nicht mehr um Aufbau, Weiterentwicklung und Ideen für die (betriebliche) Zukunft, sondern es geht um den allmählichen Rückzug vom Geschäft und das ist etwas total anderes. Das hat bereits jetzt Konsequenzen: Investitionen werden fragwürdig, einige Betriebsabläufe müssen bereits jetzt angepasst werden. Das ist spannend und wir freuen uns darauf, diese einzelnen Schritte mitzuerleben und zu gestalten und anschliessend wieder einmal einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, für den wir auch schon Weichen gestellt haben.

 

 

23.12.2019 - 5.1.2020

Noch ein paar Tage und auch das Jahr 2019 ist Geschichte. Wie immer in den letzten Jahren teilen wir uns die Arbeits - und Freitage über die Festtage auf. So können beide Familien ein paar Tage Weihnachtsferien geniessen. Die eine Familie hat über Weihnachten frei, die andere über Silvester. Diejenigen, die arbeiten, sind dann ziemlich ausgelastet. Es bleibt am Ende also nur eine halbe Festlichkeit, weil die Versorgung der Tiere jederzeit gewährleistet werden muss. 

 

Den neuen Eselinnen gefällt es prächtig bei uns. Sie sind mit den anderen zusammen und streiten sich nicht. Ihre Lautäusserungen unterscheiden sich klar von denjenigen der anderen und man weiss von weit her, ob es die alten oder die neuen Esel sind, die sich bemerkbar machen.

 

Christian will noch probieren bei 2 - 3 Kühen die Klauen zu kontrollieren. Aber es ist schwierig eine Kuh alleine aus dem Stall und in den Klauenstand zu bringen. Manchmal verweigert sich ein Tier und sperrt sich mit allen Vieren. Es braucht Geduld. Mal sehen, was sich machen lässt.

 

Im Büro gibt es noch viel "Jahresende - Kram" zu erledigen: AHV - Abrechnungen, Lohnmeldungen, Versicherungen, Auflisten der Maschinenstunden und der Arbeitsstunden und des Inventars, Aufrechnen des Treibstoffverbrauches, und, und, und...

 

 

 

Liebe Leser, liebe Neuhoffamily, liebe Neuhoffreunde

 

 

Das war der letzte Blog dieses Jahres und wir bedanken uns bei all den Menschen, mit denen wir dieses Jahr unterwegs sein durften und freuen uns auf neue Begegnungen, Erlebnisse und Geschichten im nächsten Jahr. Wir wünschen euch erholsame Festtage und alles Gute zum neuen Jahr,

 

eure Familie Schürch

 

16. - 22. Dezember 2019

Vor ein paar Wochen haben wir beim Eselstall das Vordach etwas verlängert. Ausserdem haben wir die Lauffläche vor dem Eselstall, die dauernd verschmutzt war, ausgehoben und Verbundsteine gelegt. Das war schon längst fällig, aber der eigentliche Anlass dazu war: Die Ankunft von Tila und Aida, 2 weiteren Eseldamen, die eine neue Unterkunft brauchten. Am letzten Samstag sind sie eingezogen:

Wir freuen uns sehr über diese Erweiterung unserer Eselfamilie und sind gespannt wie die zwei Neuen sich einleben werden. Zum Start leben die beiden Eselgruppen noch durch eine halbhohe Abschrankung im Stall und im Aussenbereich voneinander getrennt. So können sie sich sehen, beschnuppern und einander über die Abschrankung hinweg auch mit dem Kopf berühren - aber sie können nicht aufeinander los. Das wäre an sich normal, weil jeder und jede seinen / ihren Status und sein / ihr Revier verteidigen will. Wir hoffen, dass dieser Rangkampf geringer ausfällt, nachdem die 5 Esel sich schon eine Zeit lang, durch eine Abschrankung voneinander getrennt, aneinander gewöhnen konnten.

 

Bevor wir uns während der Feiertage bei der Tierbetreuung abwechseln, damit jede Familie einmal etwas Ferien hat, wollen wir diese Woche noch bei allen Kühen die Klauen kontrollieren und in Ordnung bringen. Dazu benötigen wir 2 volle Arbeitstage. Auch Mitarbeitergespräche und die Kommunikation von wichtigen Entscheiden und Absichten das neue Jahr betreffend gehören zum zu Ende gehenden Jahr.

9. - 15. Dezember 2019

Zurzeit haben wir 14 Kälber im Alter zwischen 3 Tagen und 3 Monaten im Stall. Für unsere Verhältnisse sind das viele. Deshalb haben wir momentan nebst dem Melken viele Kälber zu tränken. Futter fressen die Kälbchen ja noch nicht viel, aber jedes Kalb erhält am Morgen und am Abend je 3 Liter Milch, die ihm je nach Alter in einem Kessel mit oder ohne Nuggi (Saugschlauch) angeboten werden. Das sind 84 Liter Milch, die pro Tag vertränkt werden müssen. Von den 14 Kälbchen sind 4 männlich, also Stierkälbchen. Sie verlassen den Betrieb im Alter von ca. 4 Wochen. Die anderen werden im Alter von 4 Monaten ins Berggebiet gefahren und dort aufgezogen, um dann als hoch trächtige Rinder zurück zu kehren. Wir werden also in ca. 2 Jahren ziemlich viele junge Kühe zurück erwarten. 

 

Das erste Brennholz wurde auf unserem Betrieb bereits verbraucht. Deshalb muss neues gesägt und gespalten werden.

 

Für diese Woche war auch vorgesehen, allen Kühen die Klauen zu pflegen, bzw. zu schneiden. Aber das müssen wir verschieben, denn es stehen für Christian noch Sitzungen in diversen Gremien an. Alles soll noch vor Jahresende beschlossen, bzw. erledigt werden. Am Dienstag gibt es eine Sitzung am Ebenrain in Sissach, wo die ÖLN Kommission des Kantons über die kantonalen Beiträge und die dazugehörigen landwirtschaftlichen Produktionsprogramme diskutiert und entscheidet. Am Mittwoch wird mit dem Migros Genossenschafts Bund über pestizidfreie Getreideproduktion für die Migros gesprochen und am Donnerstag ist dann die letzte Vorstandssitzung der IP-Suisse in Zollikofen.

 

2. - 8. Dezuember

Diese Woche verlassen 3 ältere Kühe den Neuhof Richtung Schlachthof. Sie wurden nicht mehr trächtig und geben nur noch wenig Milch. Es sind aber schon mehrere unserer Rinder trächtig aus dem Berggebiet zurückgekommen. So entsteht keine Lücke. Es sind im Gegenteil zur Zeit eher zu viele Kühe und Rinder auf dem Betrieb. Es ist eine Herausforderung, immer die passende Anzahl Kühe in unserem Stall zu haben: 

 

Viele Tiere brauchen mehr Platz und mehr Futter und sie geben auch mehr Arbeit. Bei zu wenigen Tieren ist logischerweise der Ertrag auch kleiner. Es hat aber auch andere Nachteile: Im Winter ist es dann schwieriger die Stalltemperatur über dem Gefrierpunkt zu halten und die Wasserleitungen im Melkstand und im Waschraum können einfrieren. Und Ende Winter ist dann vielleicht zu viel altes Futter vorhanden und die vorhandenen Maschinen werden so nicht optimal ausgelastet.

 

In den nächsten 4 Wochen werden noch 4 Rinder zurückkommen, sowie 1 oder 2 Kühe unseren Hof verlassen. Danach sollte aber für ein paar Monate Ruhe einkehren.

 

Im Schopf haben wir ein Lager aus Bauholz und Brettern. Das ist sehr praktisch, denn bei Bedarf können wir darauf zurückgreifen, sei es für Reparaturen oder um etwas Neues herzustellen. Weil es uns immer reut wieder verwendbares Holz wegzuwerfen, ist das Lager mittlerweile definitiv zu gross geworden. So wird diese Woche aufgeräumt, aussortiert und etwa die Hälfte des Materials zu Brennholz geschnitten. Die 25 - 30 cm langen Stücke werden auf einen Anhänger geladen und bei Gelegenheit zu Scheiten gespalten.

 

Das Mähwerk und ein Betriebsauto müssen diese Woche vorgeführt werden. Deshalb gibt es da noch einiges in Stand zu stellen.

 

Es wird diese Woche erstmals in diesem Jahr nachts gefrieren und wir müssen Fahrzeuge und Gebäude darauf vorbereiten.

25.11. - 1.12.2019

Wer erinnert sich noch an Mocca, das Limousinkälbchen, das im Juni 2018 geboren wurde? Im Werbefilmchen für Denner vom Sommer 2018 kann man es noch als Kälbchen sehen. Jetzt ist Mocca 1 1/2 jährig, beinahe ausgewachsen, ruhig, eher eine gemütliche Dame und vor allem sehr zutraulich. Gehören tut sie ja nicht uns, sondern sie hat eine Besitzerin, die sie täglich ausführt und schult für den Einsatz bei einer Tiertherapie. Mocca hat also quasi Kost und Logis bei uns. Das schöne Leben hat sie jetzt aber nicht davor bewahrt mit einer Infektionskrankheit an den Klauen angesteckt zu werden. Mortellaro heisst das und kommt in unserer Herde immer wieder vor. Bemerkt haben wir es, weil Mocca ganz leicht zu hinken begann, denn natürlich ist das schmerzhaft für das Tier. 

So kam Mocca also zum ersten Mal in ihrem Leben in den Klauenstand, zwar nicht freiwillig, aber ohne allzu grossen Widerstand. Einmal in diesem Stand gesichert und fixiert, wurde ihr beschädigtes Hinterbein mit einem Band umschlungen und dann mittels einer Kurbel in Arbeitshöhe festgeklemmt. Nur so ist es überhaupt möglich am geschädigten Fuss zu arbeiten, weil das Tier sonst zappelt und sich oder uns verletzt und gar keine Behandlung möglich ist. 

 

 

Das ist wahrlich kein schöner Anblick und höchste Zeit etwas zu unternehmen! Alles wird mit Wasser sauber gewaschen, die Infektionsränder gereinigt, tote Hautteilchen abgeschabt, alles desinfiziert und mit Watte eingebunden. Den Abschluss bildet ein wasserdichtes Klebeband, das zuletzt noch um den ganzen Fuss gebunden wird. Es verhindert, dass Schmutz an die behandelte Stelle gelangen kann 

 

Nach einer Woche ist die Heilung soweit fortgeschritten, dass es keinen neuen Verband mehr braucht. In einer Woche muss Mocca also zur Kontrolle antraben. Manchmal ist dann doch noch ein Verbandwechsel nötig und es braucht eine weitere Woche, bis die Stelle verheilt ist. Wir werden sehen.

 

 

 

 

Langsam wird es Zeit sich um einen Weihnachtsbaum für unseren Hofplatz zu kümmern und um das Montieren des Sternes auf dem Stalldach. Sodann ist der Peugeot  Anfang Dezember vorzuführen und muss vorher noch kontrolliert und vorbereitet werden. Und es braucht noch ein paar Anpassungen beim Eselstall, denn unsere 3 Esel bekommen Mitte Dezember 2 "Gschpänli"!

18. - 24. November 2019

Letzten Sommer fand auf unserem Hof eine Kontrolle aller Elektroinstallationen statt. Das passiert, wie vorgeschrieben, alle 10 Jahre. Dabei werden alle Schalter, Steckdosen, Tableaus, Stromverteilkästen und Unterverteiler kontrolliert. Ebenso die fest installierten Leitungen. Die letzte Kontrolle wurde nicht allzu pingelig durchgeführt, dafür wurde in diesem Sommer umso gründlicher vorgegangen. Der Kontrolleur war während 3 Tagen auf dem Hof! Er hatte sich Notizen gemacht und vieles fotografisch festgehalten. Danach erhielten wir, bzw. die Stadt Basel als Verpächterin, die Aufforderung, alles bis Ende November in Stand zu stellen. Am Montag dieser Woche kam also der Elektriker. Christian hat mit ihm zusammen alle beschriebenen und fotografisch dokumentierten Mängel gesucht. Das dauerte den ganzen Morgen. Danach kam der Elektriker zum Schluss, dass die eingeplante Woche nicht reicht, um alle Mängel zu beheben. Es wird eher 2 Wochen dauern. Zugegebenermassen hat sich auch Christian in den letzten 10 Jahren gelegentlich als Hofelektriker betätigt und dieses oder jenes mehr oder weniger fachmännisch installiert. Aber die diesbezüglichen Mängel bewegen sich im einstelligen Prozentbereich der gesamten Mängelliste. Der Hof ist einfach gross und Vieles ist sehr alt.

 

3 unserer Kuhkälber sind nun 4 Monate alt und werden diese Woche für ca. 2 Jahre nach Seewen, ins Berg- und Aufzuchtgebiet fahren. Gleichzeitig können wir 2 Rinder, die nun 2 Jahre dort ihre "Jugend" verbracht haben, zurücknehmen. Sie sind trächtig und werden in Kürze kalbern und damit zu Kühen werden und Milch produzieren.

 

Innerhalb unseres Stalles kommt es auch zu Gruppenwechseln. Die Kälbchen werden umgruppiert, weil ja jetzt 3 Kälber den Hof verlassen. Die beiden Rinder, die aus dem Berggebiet zurückkehren, werden zu den Milchkühen stossen und von den Milchkühen werden 3 Tiere, die schon seit 7 Monaten trächtig sind, zu den Galtkühen hinüber wechseln. Dort werden sie nicht mehr gemolken und können sich während gut 2 Monaten in Ruhe auf die Geburt vorbereiten.

11.11.2019 - 17.11.2019

Was passiert mit dem von uns produzierten Brotgetreide? Es gelangt in die Verkaufskanäle der IP - Suisse. Diese produziert ca. 25 - 30 % der gesamten Brotgetreidemenge der Schweiz. Beim Weizen sind das etwa 120 000 Tonnen pro Jahr. Dem Vorstand der IP - Suisse stellen sich also jedes Jahr folgende Fragen:

 

 

  • Wieviel Brotgetreide können wir anbauen lassen?
  • Wie viele potentielle oder gesicherte Abnehmer sind vorhanden?
  • Welche Weizensorten wünschen die Abnehmer?
  • Welche Weizensorten können die Bauern überhaupt anbauen?
  • Wer handelt den Weizen?
  • Wer kauft den Weizen?
  • Was kosten Lagerung, Transport und allenfalls Überlagerung des Weizens?
  • Wie gelangt der Weizen am günstigsten zu den Mühlen?
  • Wie gewährleisten wir die Zertifizierung?
  • Wie erfolgt die Vorfinanzierung der Bauern?
  • Wie machen wir Werbung zusammen mit unsere Partnern im Detailhandel?

Um die Interessen aller Produzenten in der Schweiz - also nicht nur der IP - Suisse - zu vertreten, gibt es den Getreideproduzentenverband. Zudem haben sich die Produzenten, Sammelstellen, Mühlen, Bäckereien und der Detailhandel zu einem Branchenverband - Swiss Granum - zusammengeschlossen, der die Interessen der Branche gegenüber anderen Branchen und der Politik vertritt und auch Qualitätsstandards für die ganze Branche festlegt. Dabei laufen die Interessen innerhalb des Branchenverbandes nicht immer in die gleiche Richtung und man muss sich immer wieder zusammenraufen, was viel Zeit und Energie braucht. Anzumerken ist noch, dass es viele engagierte Bauern gibt, die neben der Arbeit auf ihrem Hof viel Verbandsarbeit leisten. Z.B. ist bei IP - Suisse für jeden Kanton ein Vertreter im Vorstand. Vorgeschrieben ist, dass dieser zuhause einen Betrieb führt.

 

Diese Woche findet die Delegiertenversammlung des Getreideproduzentenverbandes statt und kurz darauf diejenige von Swiss Granum, wo Christian die Stimme der IP - Suisse vertreten darf.

 

Natürlich laufen die Arbeiten auf dem Hof weiter, wo es jetzt im November zum Glück ruhiger geworden ist. Neben der Arbeit mit den Tieren müssen Maschinen gewaschen werden, für einen Traktor, das Mähwerk und ein Auto sind Aufgebote zum Vorführen ins Haus geflattert und in einem Futtersilo ist eine Restmenge Futter alt geworden und verdorben. Diesen Rest müssen wir herausnehmen und auf den Misthaufen werfen.

 

 

4.11. - 10.11.2019

Ein wichtiger Bestandteil des IP - Suisse Labelprogrammes ist die Vernetzung der Ökoflächen auf dem Betrieb. Eine extensive Wiese oder eine Brache muss so platziert sein, dass keine isolierte Insel entsteht. Wildtiere sollen über ein ganzes Gebiet verstreut Lebensgrundlagen vorfinden. Sinnvoll ist eine Distanz von einer Ökofläche zur nächsten von nicht mehr als 300 Metern. Bei IP-Suisse wird kontrolliert, wie hoch der Anteil an Ökoflächen am Gesamtbetrieb ist und wie gut gut diese vernetzt sind. Je besser die Vernetzung, desto mehr Punkte gibt es im IP-Suisse Label - Programm.  Zugleich gibt es vom Kanton Beiträge (sprich: mehr Direktzahlungen), wenn dieser die Vernetzung der Ökoflächen auf dem Betrieb als richtig und sinnvoll erachtet.

 

Ganz natürlich ergibt sich aus dem oben Erklärten, dass wir mit dem ortsansässigen Vogelschutzverein zusammenarbeiten. Er hilft tatkräftig mit. So hat der Verein mit Zaunmaterial, das wir zur Verfügung stellen, an neuralgischen Punkten wichtige Ökoflächen eingezäunt. Das passierte vor einem Monat und nochmals letztes Wochenende. Wir beobachten, dass die meisten Hundebesitzer ihre Hunde vorbildlich im Griff haben, aber leider reichen ganz wenige schlecht beaufsichtigte Hunde aus, um die Wildtiere enorm zu stören. Dabei werden nicht nur die Vögel, sondern auch Rehe und Hase erschreckt, die dann auf der Flucht viel Energie verschwenden müssen, die sie im Frühling zur Jungenaufzucht benötigen oder im Winter, um sich warm zu halten. In den eingezäunten Flächen soll den Wildtieren also mehr Ruhe gewährleistet werden.

28.10. - 3.11.2019

Letzte Woche mussten wir die ganze Scheune räumen und anschliessend haben die Gillerugger darin ihr grosses, beheizbares Zelt für Ihre Metzgete aufgestellt. Das hat uns bei der Arbeit sehr stark behindert, denn wir konnten mit den Maschinen nicht mehr in die Scheune fahren. Trotzdem haben wir vor dem voraussehbaren Wetterumschwung noch die Güllegrube geleert, ein Maissilo aufgefüllt und die letzten Grassiloballen gemacht. Kaum waren wir fertig, begann es am Sonntagabend zu regnen und für die nächsten 2 Wochen ist weiterer Regen angesagt. Wir verspüren also eine grosse Erleichterung und Genugtuung darüber, dass wir die Arbeiten draussen trotz aller Schwierigkeiten noch vor dem Regen abschliessen konnten.

 

In dieser Woche werden die Maschinen gewaschen und eingewintert. Es stehen Reparaturen im Melkstand an: Ein Melkzeugabnahmezylinder ist nicht mehr dicht und muss ausgewechselt werden, in der Luftdruckleitung leckt ein Wasserabscheider und in der Kaltwasserleitung öffnet sich ein Ventil nicht mehr. Also an die Arbeit!

21. - 27. Oktober 2019

Das Saat- und Erntefest hat uns dieses Jahr viel Freude bereitet. Wir hatten genügend Zeit für die Vorbereitung. Es gab fleissige Helfer und Christian hatte noch nie so wenig zu erledigen wie dieses Mal. Allen, die sich für diesen Anlass eingesetzt haben, herzlichsten Dank! Wir hatten nie das Gefühl, die Zeit würde nicht reichen, um alles rechtzeitig erledigt zu haben, hatten wir doch darauf vertraut, dass der Anlass draussen und nicht in der Scheune stattfinden kann. So musste die Scheune weder geräumt noch gefegt werden. Und tatsächlich hatten wir absolutes Wetterglück! Nach dem verregneten Samstag war das Wetter am Sonntag freundlich und wir haben es sehr genossen, am Nachmittag bei Speis und Trank in der Sonne zu sitzen und mit vielen Leuten reden zu können. Tatsächlich waren dieses Jahr ausserordentlich viele Besucher gekommen, worauf wir zwar gehofft, womit wir aber nicht wirklich gerechnet hatten. Aber es hat uns gezeigt, dass durchaus ein Bedürfnis vorhanden ist, sich mit dem auseinanderzusetzen, was vor der eigenen Haustüre passiert. Man braucht nicht weit zu reisen, um etwas zu erleben. Das hat auch Christian bei seiner Ansprache hervorgehoben, als er von seiner Velotour erzählte (mit normalem Bike - ohne E!), von den Landschaften in der näheren Umgebung, die er dabei geniessen konnte und wie er anlässlich dieser Tour die Mühle in Maisprach besuchte, wo unser Getreide fürs Birseckbrot gemahlen wird. Dabei durfte auch die abschliessende Einkehr bei Grellinger nicht fehlen, wo das Birseckbrot gebacken wird. Wozu auch weite Flugreisen unternehmen, wenn sich in unserer Umgebung an einem einzigen Tag so viel erleben lässt! Das war das Fazit seiner Rede. Trotz der vielen Besucher, gab es für alle genug zu essen, ohne dass viele Reste blieben. Es war auch gerade genug Platz für alle und auch das Feld zum Säen entsprach in seiner Grösse genau der Anzahl Personen, die beim Aussäen geholfen haben. Somit sind wir rundum zufrieden mit dem Verlauf des gestrigen Sonntags.

 

Diese Woche geht es gleich weiter mit dem Festen: "Unsere" Fasnächtler, die "Gillerugger" führen am Freitag, 25. und Samstag, 26. Oktober wieder ihre Metzgete durch. Am Samstag hat es noch freie Plätze. Anmelden kann man sich unter http://www.gillerugger.ch Weil die Metzgete in unserer Scheune stattfindet, haben wir noch 2 Tage Arbeit vor uns. Es gilt Maschinen und anderes Material.aus der Scheune zu räumen und woanders unterzubringen.

 

Sämaschine und Kreiselegge brauchen wir nicht mehr und können diese waschen und einwintern. Das Güllesilo ist voll. Deshalb muss die Gülle aufgerührt und ausgebracht werden.

 

Schliesslich hat Christian am Mittwoch und Donnerstag noch Vorstandsarbeit für die IP-Suisse zu erledigen. Es geht um Werbung und um die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tierschutz.

 

 

14. - 20. Oktober 2019

Wie vorausgesagt gab es nun wirklich viel Arbeit übers Wochenende.

 

 

 

 Am Samstag und Sonntag wurde alles Gras gemäht. Danach wurden das angewelkte Gras in Siloballenfolie gewickelt und diese heimgeholt und abgeladen.

 

 

 

 

Dazwischen wurde am Montag und Dienstag noch der Weizen gesät.

Es war mit über 25 ° unglaublich warm - wohl das letzte Mal  in diesem Jahr. Weil für den Dienstagmittag bereits Regen vorausgesagt war, galt unsere 1. Priorität den oben genannten Arbeiten. Auch Arbeitspausen und das Essen wurden teilweise ausgelassen. Es hat sich gelohnt! Am Dienstag um 10 Uhr morgens war aller Weizen gesät (mit Ausnahme des Feldes, das wir am Saat- und Erntefest zusammen mit den Festbesuchern von Hand ansäen werden). Kurz darauf begann es zu regnen. Der Regen unterstützt die Keimung der Saat optimal und der Saatzeitpunkt war gut gewählt, denn spätere Saaten sind in der trockenen Ebene zwischen Reinach und Aesch risikoreicher, weil dann die Ernte weiter in den Sommer hinein verschoben wird und die Sommertrockenheit dem Weizen mehr zusetzt.

 

Unsere Freude ist auch gross, weil jetzt alle Feldarbeiten abgeschlossen sind und wir bis Ende Februar nicht mehr so stark vom Wetter abhängig sind, wie das bei den Feldarbeiten der Fall ist. Auf dem Hof beginnt jetzt also ein ruhigererJahresabschnitt. Der starke Druck, notwendige Arbeiten dann erledigen zu müssen, wenn das Wetter günstig ist, fällt grösstenteils weg. Trotz voller Agenda und einer langen Liste mit zu erledigenden Arbeiten, kann alles jetzt ruhiger angegangen werden und es bleibt auch Zeit für unvorhergesehene Pausen. Nun können wir uns auf das Saat- und Erntefest an diesem Sonntag freuen. Das hält uns jetzt noch etwas auf Trab, denn bis am Sonntagmorgen 10:00 Uhr muss alles bereit sein, aber mit den Jahren haben wir uns eine gewisse Routine in den Festvorbereitungen angeeignet.

7. - 13. Oktober 2019

Zum Glück ist der Roggen gesät. Die Erde war schon ziemlich feucht und klebte. Die Packerwalze an der Kreiselegge hat aber gute Erdabstreifer. Dadurch wurde die Erde nicht aufgerollt und blieb also nicht an der Maschine kleben. Die Körner wurden deshalb sauber in die Erde gelegt und vom Nachlaufrechen gut zugedeckt.

 

Gerne hätten wir diese Woche mit der Weizensaat begonnen, aber das Wetter am Wochenende war nass und es sind immer wieder Niederschläge vorausgesagt. Wir müssen abwarten.

 

In der nächsten Schönwetterperiode wird viel Arbeit anfallen, denn neben dem Weizensäen muss das Gras ein letztes Mal gemäht und in Siloballen gepackt werden.

 

Dieses Jahr ist es öfter vorgekommen, dass Kühe auf der Weide gekalbt haben. Einerseits ist das gut, weil die Kuh viel Platz hat, sie kann sich von der Herde zurückziehen und die Geburt kann ganz natürlich stattfinden. Andererseits kann es auch ein Nachteil sein, wenn niemand von uns da ist und es zu Komplikationen kommt. Der Geburtszeitpunkt lässt sich eben nicht immer so ganz genau voraussagen. Aber zum Glück haben wir eine aufmerksame Nachbarschaft! Meistens klingelt bei uns das Telefon, wenn eine Kuh alleine auf der Weide kalbt. Beispielsweise ist das auch gerade letzten Sonntag geschehen. Morgens um 8 Uhr haben uns gleich 3 verschiedene Personen aus der Nachbarschaft angerufen und uns mehr oder weniger besorgt mitgeteilt, dass da eine Geburt auf der Weide vor ihrem Haus stattfindet. Glücklicherweise ist alles gut gegangen. Kuh und Kalb sind wohlauf und den Anrufern sei hiermit herzlich gedankt für ihre Aufmerksamkeit.

 

Die Güllegrube ist total voll und muss teilentleert werden und neben Hofarbeiten und ersten Vorbereitungen fürs Saat- und Erntefest, warten auf Christian noch eine Führung und eine Vorstandssitzung der IP - Suisse in Zollikofen.

30.9. - 6.10.2019

Am 20. Oktober findet bei uns wieder das Saat- und Erntefest statt. Gleichzeitig sind ja grad noch die National- und Ständeratswahlen. In all den Jahren, in denen wir unser Fest gefeiert haben, war es immer unser Hauptanliegen, aufzuzeigen, woher unser Brot kommt, was es alles braucht, bis es auf den Tisch kommt und wer alles daran beteiligt ist. Es ist wichtig, dass der Konsument sich damit auseinandersetzt und Einfluss darauf nimmt, wie das geschieht. Wir möchten zeigen, dass der Weizen, den wir gemeinsam säen, der bei uns wächst und der in der Region verarbeitet wird, auch ganz konkret wieder an unserem Fest in Form des Birseckbrotes auf den Tisch kommt. Seit Jahren versuchen wir anhand dieser Webseite aufzuzeigen, was wir unter Nachhaltigkeit verstehen. Wenn wir uns nun die Wahllisten anschauen, die gerade ins Haus geflattert sind, sind wir schon sehr erstaunt: Einerseits freut es uns ja, dass Nachhaltigkeit bei diesen Wahlen ein grosses Thema ist, andererseits können wir nicht glauben, dass fast jeder Kandidat der Grünste von allen sein will und das seit je. Da fangen die Warnglocken schon an zu läuten......Umso mehr freuen wir uns natürlich auf unser Saat- und Erntefest und laden alle ein doch dabei zu sein und mit uns zu feiern.

Gestern war ein schöner, sonniger und angenehmer Sonntag. Es waren viele Besucher auf dem Hof: Familien mit kleinen Kindern, die die Tiere besuchen, auf dem Trampolin springen, im Sandkasten spielen oder mit Trettraktor, Dreirad, Trotti etc. auf dem Hofgelände herumfahren. Ca. alle 3 Wochen sammeln wir kaputtes Spielzeug ein und entsorgen es. Das war gestern Morgen der Fall. Das Resultat sieht man im Bild links. Es gibt uns schon etwas zu denken...gerade auf unserem Betrieb, wo wir doch nicht so viel Abfall produzieren möchten. Leider fehlt uns die Zeit, bzw. der Grossvater, der geduldig die kaputten Gefährte zu reparieren versucht. Immerhin sind es  Hofbesucher, die selber für Nachschub sorgen. Wenn deren Kinder grösser werden und die Sachen nicht mehr brauchen, können die Fahrzeuge bei uns noch lange einem guten Zweck dienen. Viele Besucher fragen zuerst, bevor sie etwas bringen. Andere stellen einfach irgend etwas ab und wieder andere entsorgen einfach ihren Müll bei uns.

Wir sind fertig mit Pflügen. Nur eine Weide ist noch nicht so weit, weil darauf noch die Kühe grasen. Wenn es das Wetter zulässt, wollen wir diese Woche den Roggen säen. Auch dieses Jahr versuchen wir diesen - wie in den letzten beiden Jahren - pestizidfrei anzubauen.

 

Vor Kurzem haben zwei Rinder gekalbt. Zwei weitere, die erst seit drei Tagen zurück auf unserem Hof sind, werden wohl nächste Woche kalben und im vorderen Kälberstall ist dann kein Platz mehr für weitere Kälber, so dass wir wieder das Kälberabteil im hinteren Teil des Kuhstalles in Betrieb nehmen müssen.

23. - 29. September

Diesen Montag war Christian an der ETH Zürich. Diese führt im Auftrag von Migros und IP - Suisse eine Studie durch. Es geht darum, dass IP-Suisse - Bauern in Zukunft nicht nur auf Fungizide und Insektizide verzichten, sondern auch auf Herbizide. Somit wäre IP - Suisse - Getreide vollkommen pestizidfrei. Auf Grund der Debatten um den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, bzw. der Kritik daran, müsste die Nachfrage nach solchen Produkten ja enorm sein. Andererseits stellt sich natürlich auch die Frage, wie weit die Bauern bereit sind, auf mechanische Methoden zur Unkrautbekämpfung umzusteigen. Und es geht letztlich darum, aufzuzeigen, dass die Bauern ihre Verantwortung wahrnehmen und es an den Konsumenten liegt, diese herbizidfreien Produkte letztlich auch zu kaufen, auch wenn sie zweifellos etwas teurer sind. Die ETH braucht nun die entsprechenden Daten von den Bauern. Bis im Frühjahr sollte sie dann die Resultate der Studie vorweisen können. Für Christian als Landwirt war es spannend mit dem ETH - Professor zu diskutieren. Jeder kann dabei vom Wissen des anderen profitieren und ist aber auch auf dieses Wissen angewiesen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man wirklich vom Gleichen spricht und die richtigen Schlüsse zieht.

 

Gestern Dienstag hatte Christian dann eine Sitzung mit der kantonalen Ökokomission. Thema waren die Kantonsbeiträge für die Landwirtschaft bezüglich Ökologie. Weil sich mehr Bauern dafür interessieren an einem Ökoprogramm teilzunehmen, müssen die Beiträge für die einzelnen Bauern gekürzt werden, damit alle teilnehmen können, die das möchten.

 

Heute Mittwoch besuchen die Lernenden des 2. Lehrjahres (Landwirtschaft) der kantonalen Landwirtschaftsschule unseren Betrieb. Es geht darum, ihnen das Thema Biodiversität näher zu bringen und ihnen die konkreten Massnahmen auf unserem Hof zu zeigen. Auf unseren Feldern werden sie die BFF (Biodiversitätsförderflächen) sehen und sich damit auseinandersetzen.

 

Auf dem Hof herrscht wieder Normalbetrieb, nachdem Ion und Aliona aus ihren 2 1/2 Wochen dauernden Ferien zurückgekehrt sind. Der grosse Traktor hatte bereits einen Plattfuss, 2 Rinder müssen aus dem Aufzuchtvertrag zurückgeholt werden, weil sie kurz vor der Geburt stehen, Bei den Hühnern muss ausgemistet werden, ein Weidezaun muss abmontiert werden und noch weitere Kleinigkeiten stehen auf dem Programm.

 

16. - 22. September

Die Brache ist gesät. Die meisten Samen für diese Brache sind Lichtkeimer. Deswegen werden sie mit der Sämaschine nur auf die Erde gelegt und nachher mit der Walze auf die Erde gedrückt. Nun braucht es noch Wasser, das im Moment leider wieder einmal fehlt. Wir hoffen also, dass die teueren Samen bis zum nächsten Regen weder gefressen werden, noch absterben.

 

Letzten Freitag und Samstag haben wir die frisch angesäten Wiesen gemäht und Siloballen gemacht. Das Mähen wurde notwendig, weil in der Wiese viel Unkraut vorhanden war, das zu versamen drohte. Wir nennen einen solchen Grasschnitt einen "Säuberungsschnitt". Ausserdem wäre das Gras wegen dem fehlenden Wasser auch nicht mehr gewachsen.

 

Die Silos sind vorbereitet und am Montag dieser Woche kann der Mais siliert werden. Ein Teil davon wird mit dem Gebläse in die Hochsilos geblasen und ein Teil mit dem Hängedrehkran in der Scheune in die alten Betonsilos gefüllt. Mit den grossen Maschinen des Lohnunternehmers, seinen Silierwagen, seinem Häcksler und seinem Gebläse ist das relativ schnell gemacht, kostet aber auch eine Stange Geld. Am Schluss  muss alles aufgeräumt werden und die Silos müssen luftdicht verschlossen werden. Das gibt dann nochmals fast gleich viel Arbeit.

 

Der Misthaufen hinter dem Stall wird nach dem Maissilieren auf das abgeerntete Feld verteilt. Danach wird der Boden gepflügt und auf das Weizen Säen vorbereitet.

 

Auf den Feldern hinter dem Sportplatz und bei den Hornussern ist Roggen vorgesehen. Vorderhand ist da aber wieder viel Unkraut aufgelaufen und muss jetzt noch mit dem Grubber bearbeitet werden.

 

Die Rotationsbrache beim Flugfeld muss nach 3 Jahren entfernt werden. Wenn genug Zeit vorhanden ist, geschieht das noch diese Woche. Die Pflanzen werden mit gemulcht mit einem Mulchgerät, das wir vom Schlatthof ausleihen. Danach wird dann geepflügt und das Feld ebenfalls fürs Weizen Säen vorbereitet.

 

Bei den Hühnern ist das Futtersio leer. Bis neues Futter geliefert wird, dürfte es eine Lücke von einem halben Tag geben. Wir haben zu spät bestellt.

 

Das Kraftfuttersilo der Kühe ist auch leer. Zum Glück ist aber das neue Futter schon da und muss nur noch vom Wagen ins Silo verfrachtet werden. Das machen wir, sobald der Mais siliert ist.

 

9. - 15. September 2019

Die Schwalben sind immer noch da. Früh am Morgen, während es draussen schon ziemlich kalt ist, suchen sie sich eine Sitzgelegenheit über den Kühen im Stall, wo es dann noch deutlich wärmer ist als draussen. Ein Schwalbenpärchen hat sogar noch Junge in einem Nest, das sich im Kuhstall unter der Decke befindet. Auch da finden sie noch ein relativ angenehmes Mikroklima vor. Ob die Schwalben mit ihrem Flug nach Süden warten, bis die Nachügler flügge sind und genügend Flugpraxis haben? Das würde sicher noch 2 Wochen dauern. Jeden Morgen schauen wir gespannt zur Stalldecke.

 

Montag, 2. September hat Christian fünf Galtkühe von einer abgelegenen Weide Nähe Erlenhof geholt. Weil bei diesen Kühen die Geburt bevorstand, wurden sie nicht gemolken und man lässt sie auch mal auf einer weiter entfernten Weide grasen. Dort hatten sie jetzt aber alles Gras abgefressen. Nun waren sie auf der Esel - und Ponyweide, um auch dort alles restliche Gras sauber wegzufressen, ist doch die Weide für unsere 4 Equiden alleine zu gross. Aber leider gab es da eine böse Überraschung. Trotz regelmässiger Kontrolle konnte eine Kuh heimlich ihr Kalb gebären, dass offenbar nicht überlebensfähig war. Am Donnerstag kam jemand ganz aufgeregt zu Christian und berichtete, dass ein totes Kalb auf der Weide liege. Christian dachte an Waladin, die in den nächsten Tagen sowieso gebären würde. Aber es war Violette, die ihr Kalb 5 - 6 Wochen vor ihrem Geburtstermin verloren hatte. Ihr Euter hatte sich nicht, wie sonst vor dem Kalbern üblich, vergrössert und sie hatte auch keine Unruhe gezeigt. Deshalb war Christian bei den täglichen Kontrollen nichts aufgefallen. Das tote Kälbchen lag abseits in einer Ecke der Weide, den Kopf unter dem Körper. Es war völlig aufgedunsen und total übersät mit winzigen Maden. Kein schöner Anblick! Nun galt es, das tote Tier zur Kadaversammelstelle der Gemeinde zu bringen. Dieser gekühlte Raum befindet sich beim Werkhof, ausserhalb der Umzäunung. So können dort auch am Wochenende tote Tiere in einem bereitstehenden Kübel deponiert werden. Tote Igel, Katzen und sogar drei tote Füchse waren dort zu sehen. Es roch höchst unangenehm, was kein längeres Verweilen zuliess. Einmal pro Woche werden die Kübel mit den toten Tieren darin abgeholt und in die Kadaververbrennung nach Lyss gebracht. Dort wird mit dem Verbrennen der Kadaver eine Fernwärmeheizung betrieben und was nach dem Verbrennen übrig bleibt, wird zur Zementhersterstellung verwendet.

 

Stirbt ein grösseres Tier, wie zum Beispiel eine Kuh, wird sie direkt von Lyss abgeholt. Nebst dem Verlust der Kuh, müssen wir noch die Hälfte der Kosten für Transport und Verbrennung tragen. Das sind dann ca. Fr. 300.-. Die andere Hälfte der Kosten trägt die kantonale Viesseuchenkasse, für die wir jährlich so viel Beitrag bezahlen, dass damit 2 Kühe entsorgt werden können.

 

Eine erfreulichere Nachricht ist, dass der Mais beinahe reif ist und wir ihn nächste Woche ernten wollen. Und bei gutem Wetter werden wir auch die vorgesehene Brache ansäen.

2. - 8. September 2019

Im Moment ist es etwas ruhiger. Es dauert noch ca. 10 Tage bis wir wieder Gras silieren können. Natürlich geschieht das dann auf anderen Parzellen. So rasch wächst das Gras nun auch wieder nicht! Gleichzeitig wollen wir dann mit den Herbstsaaten beginnen. Um den 15. September wird es Rotationsbrache sein, ca. am 1. Oktober dann der Roggen und etwa ab 10. Oktober der Weizen.

 

Uns beschäftigt momentan die Forderung nach der Namensgebung bei den Kühen. Es ist nämlich so, dass sich die Milchbranche zusammengerauft hat und nun nachhaltige Schweizer Milch bewirbt. Die Landwirte hoffen natürlich auf bessere Milchpreise.....aber es müssen einerseits Anforderungen erfüllt werden, die die Produktion verteuern, andererseits gibt es aber auch eine Forderung, die uns verblüfft: Alle Kühe müssen Namen haben. Das ist für uns kein Problem, haben doch alle unsere Kühe einen Namen. Wir gehen nach dem Alphabet. Jedes Jahr haben alle Kälbchen einen Vornamen, der mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnt. Seit wir auf dem Neuhof eingezogen sind, haben wir das ganze Alphabet schon einmal durchgemacht. In diesem Jahr sind wir wieder beim C. Wahrscheinlich will man mit der Forderung nach Namen dem Wunsch des Konsumenten nachkommen, dass eine Kuh nicht nur eine Nummer ist, sondern ein Lebewesen, zu dem der Landwirt einen persönlichen Bezug hat. Nun ist die Kuh aber genau das Nutztier, das am längsten auf dem Betrieb bleibt. Der Bauer spricht es mindestens 2 x pro Tag persönlich an und kommte beim Melken mit ihm in Körperkontakt. Der persönliche Bezug ist gegeben. Problematisch wird es da, wo der Landwirt gar keinen Bezug mehr zum einzelnen Tier haben kann. Stellen Sie sich eine Namensgebung bei den Legehennen, der Pouletmast oder der Schweinemast vor! Bei den 1000 Legehennen auf unserem Betrieb ist das gar nicht möglich. Und da nützt es auch nichts, wenn jedes Tier auf dem Papier einen Namen hat. Die Problematik liegt also woanders: Um ein gleichbleibendes Einkommen zu erzielen ist der Landwirt gezwungen, immer mehr Tiere zu halten. Wenn die Preise weiter sinken, müssen wir beispielsweise in 10 Jahren statt 50 Kühen deren 500 haben, um das gleiche Einkommen zu erzielen. Bei 50 Tieren ist ein persönlicher Bezug noch möglich, bei 500 wäre das eine Überforderung. Da nützt es auch nichts, wenn alle einen Namen haben. Da wird mit mehr Personal oder dem Melkroboter gearbeitet. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt. Und: Wer beispielsweise in die Pouletmast einsteigen will, steht der Forderung der Grossverteiler gegenüber, einen Stall für mindestens 18`000 Hühner zu bauen. Wenn nicht, werden sie ihm die Poulets nicht abkaufen.

 

Von Seiten des Konsumenten sind viele Forderungen vorhanden, sei es bei der Tierhaltung oder der Nachhaltligkeit etc. Bio und IP-Suisse erfüllen viele dieser Kundenwünsche. Warum also nimmt dann der Absatz für die Produkte dieser beiden Label nicht rasant zu? Man sollte doch meinen, das bei der momentanen Klimadebatte der Kunde den Einsatz der Landwirte für Natur und Umweltschutz besser honerieren. Aber sobald es um den alltäglichen Einkauf geht, vergisst der Konsument offenbar seine hohen Ansprüche an die Tierhaltung und kauft das, was billiger ist.

 

Problematisch ist auch, dass der Konsument oft meint, dass mit den "Subventionen" an die Landwirte ja alles abgegolten sei und die Preise von Fleisch, Eiern etc. deshalb auch tief sein müssen. Dem ist aber nicht so. Es geht bei den Subventionen (der korrekte Begriff ist eigentlich "Direktzahlungen") nicht um Sozialbeiträge an die Landwirtschaft, sondern um eine Abgeltung für viele Umwelt- und Tier- und Naturschutzmassnahmen, die der Landwirt von Gesetzes wegen einhalten muss und die enorm kostspielig sind. Kaum ein Landwirt in der Schweiz könnte ohne diese Direktzahlungen überleben und gleichzeitig alle gesetzlichen Auflagen einhalten. Deswegen also fliesst so viel Geld vom Staat in die Landwirtschaft.

26.8. - 1.9.2019

Hinter uns liegt ein wunderbares Spätsommerwochenende mit sehr hohen Temperaturen (bis 30°). Wir haben das Wetter genutzt, um nochmals Gras zu silieren. Es war dank den bestens aufgeteilten Niederschlägen üppig gewachsen. Am Wochenende haben wir also alles, d.h. ca. 10 ha Wiese, gemäht, liessen das Gras am Sonntag in der Sonne anwelken und wickelten es am Montag in Siloballen. Dabei hatte das Gras einen Gehalt an Trockensubstanz von 40 - 50 %, was für die Lagerung und Fütterung ideal ist. Wir erwarteten einen Ertrag von ca. 75 Siloballen und so viele waren es dann auch. Christians Schätzung war also perfekt!

 

Eine Siloballe hat ein Gewicht von 500 - 700 kg, je nach Feuchtigkeitsgehalt des darin enthaltenen Grases. Pro Tag benötigen wir für unsere Herde 1 Siloballe. Zurzeit fehlen uns noch 55 Siloballen, damit wir bis nächsten Mai genügen Grassilage verfüttern können. Neben der Grassilage fressen unsere Kühe pro Tag 350 kg Malz, das mit silierten Zuckerrübenschnitzeln vermischt ist, 800 kg Maissilage, etwas Stroh, 50 kg vitaminisiertes Kraftfutter und 5kg Calciumphosphor und Natriumbicarbonat. Das sind total 2 Tonnen Futter pro Tag.

 

Wir mussten bei 4 Kühen Entzündungsstellen im Klauenbereich reinigen, desinfizieren und einbinden. Das geht nur im Klauenstand, wo man den betroffenen Fuss fixieren kann. andernfalls würde die Kuh viel zu stark herumzappeln und man könnte gar nichts machen. Aber es ist sehr aufwändig, weil die Tiere nicht freiwillig kommen wollen und deshalb gezerrt und gestossen werden müssen. Man wird dabei ziemlich schmutzig und auch nach dem Abspritzen mit dem Schlauch sieht man nach getaner Arbeit übel aus und riecht entsprechend.

 

Am Wochenende war das eidg. Schwingfest in Zug. Wir haben es am Bildschirm teilweise mitverfolgt und die Kraft, explosive Beweglichkeit und die Technik dieser Atlethen bewundert. Mehrmals sah man aber auch die Zuschauer, wie sie sich mit riesigen Küchenmessern Wurst oder Käse auf Küchenbrettern zurechtschnitten. So etwas wäre an einem Fussballmannschaft undenkbar. Aber an einem Schwingfest mit 400`000 Besuchern scheint das kein Problem zu sein und es braucht auch keine oder kaum Polizeipräsenz. Ganz kurz tauchte dann schon die Frage auf, wie es wohl gewesen wäre, wenn...das nächste Schwingfest 2022 eben doch bei uns stattfinden würde. Aber eben, nur ganz kurz. Je länger desto mehr sind wir überzeugt, damals richtig entschieden zu haben und dem Begehren zusammen mit unseren Berufskollegen eine Absage erteilt haben. In der landwirtschaftlichen Presse äussert sich der in Zug hauptsächlich betroffene Landwirt auch nicht nur positiv. 400`000 Menschen in der Ebene zwischen Reinach und Aesch! - Für uns, die wir die Natur lieben und pflegen, eine grauenvolle Vorstellung.

 

 

19. - 25.8.2019

Zur Klimadebatte und Pestiziden in der Landwirtschaft: Wie schon erwähnt, verwenden IP - Suisse - Landwirte keine Insektizide (also z.B. kein Gift, das auch Bienen und andere Nützlinge töten könnte), keine Fungizide (z.B. Chlorothalonin) und auch keine Wachstumsförderer. Auch Glyphosat (ein Hebizid) ist im Getreideanbau bei unserem Label nicht mehr erlaubt. Neuerdings verzichtet IP - Suisse partiell auch auf weitere Herbizide, wodurch die Getreidequalität schon nahe an Bio heranreicht.

 

Mindestens 50 % aller Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz sind im Labelbereich tätig ( wenn man nur die IP - Suisse - und Biobetriebe zählt) und tun damit sehr viel für die Umwelt. Leider werden aber noch nicht so viele Labelprodukte gekauft, wie produziert werden. So hat IP - Suisse momentan 30`000 Tonnen Weizen an Lager. Es liegt also am Konsumenten, wie klimafreundlich z. B. im Getreidebereich in der Schweiz produziert wird. Die Bauern sind jedenfalls bereit.

 

Ein Hobby von Christian ist das Radfahren. So war er am Sonntag wieder mit Kollegen unterwegs. Von Reinach ging es zum Chrischona Fernsehturm und weiter über Rheinfelden, Magden, Maisprach, Buus, die Farnsburg und über die Sissacher Fluh, Liestal und den Gempen zurück nach Reinach. Was soll man da noch ins Flugzeug steigen, wenn doch bereits die Landschaft in unserer Umgebung so viel Schönes zu bieten hat! Und mit dem Rad lässt sich das alles natürlch viel eindrücklicher erleben als mit dem Auto. Dabei fällt mir ein: Seit 1999 waren von unserer Familie nur 2 Personen 1 x mit dem Flugzeug unterwegs und wir haben das Fliegen auch nicht vermisst. Beruf, Hobbys und Familie erfüllen uns offenbar genug. Einer unserer Söhne plant nun eine USA - Reise. Das sei ihm auch gegönnt. Stur möchten wir denn auch nicht sein :-) Wer mehr über unsere Hobbys wissen möchte, findet Informationen darüber hier:  Neuhoffamily

12. - 18.8.2019

Die Flächen um die Gebäude herum und insbesondere der Rundweg müssen diese Woche mit dem Hochgrasmäher und der Motorsense gemäht werden. Wegen der vielen Niederschläge sind in letzter Zeit Gras und Unkraut stark gewachsen. Am meisten stören uns Amaranth, weisser Gänsefuss, Hühnerdarm und Berufskraut. In deiner Ecke des Hofes gibt es sogar ein paar Stöcke Ambrosia. Wenn diese blüht, ist sie sehr stark allergen und muss deshalb entfernt werden. Jedes Jahr reissen wir die Stöcke aus bevor sie zu blühen beginnen. Trotzdem hat es im neuen Jahr dann wieder neue Pflanzen. Diesen Montag werden wir also wieder alle Stöcke ausreissen.

 

Das Holder - Rümli ist gut besucht. Wir hatten dieses Jahr schon viele Vermietungen und natürlich darf dabei auch der Grill nicht fehlen. Langsam geht nun unser Brennholz zu Neige und wir müssen deshalb kurz auf ein Winterprogramm umstellen: Es gilt Holzscheite in Harassen bereit zu stellen.

 

Nachdem im Holder-Rümli der Boden neu mit einer 2 - Komponenten - Farbe gestrichen wurde, sind nun die Wände dran.  Die Dispersionsfarbe in den verschiedenen Farbtönen haben wir bereits. Am nächsten Samstag sind bereits wieder Gäste angesagt. Bis dahin muss alles fertig sein.

5. - 11. August 2019

Am 28. Juli sah es so aus, als wäre der Mais vertrocknet und tot. Dann, im allerletzten Augenblick, kam der grosse Regen mit 50 mm Niederschlag! Eine absolute Seltenheit in Reinach und für uns ein kleines Wunder. Ein Tag nach dem Regen war das Maisfeld wieder grün! Der Mais hat zwar Einiges an Längenwachstum eingebüsst und unten an den Stängeln sind einige Blätter abgestorben, aber sonst ist alles grün. Auch das Wachstum der Maiskolben, für uns der wichtigste Teil der Pflanze, hat wieder eingesetzt.

 

Dieses Jahr hatten wir erstaunlich viele Schwalben auf dem Neuhof. Die 2. Brut der Schwalben ist bereits ausgeflogen. Es handelt sich um Rauchschwalben, die ausschliesslich auf Bauernhöfen brüten. Mit dem Verschwinden der Bauernhöfe dürften also wohl auch die Rauchschwalben aussterben. Gestern haben wir einen Jungvogel, der aus dem Nest gefallen war, auf einen erhöhten Balken gesetzt. Erstaunlich wie leicht so ein Vögelchen ist. Der ausgewachsene Vogel wiegt nur knapp 20 Gramm und trotzdem stecken so viel Kraft und Beweglichkeit in ihm.

 

Sehr beeindruckend sind auch die Mauersegler, die wir auf unserem Hof beobachten können. Vor allem am Abend sieht man sie über unseren Getreidefeldern, wie sie in grossen Gruppen und mit viel Lärm Insekten jagen. Wir wissen nicht, wo sie brüten.

 

Weniger Freude haben wir an den Spatzen. Wahrscheinlich leisten auch diese irgendeinen positiven Beitrag zum Ökosystem Bauernhof. Aber leider sind es sehr viele und sie halten sich gerne im Stall beim Futter auf und verkoten alles. Das Gleiche gilt für die Liegeflächen der Kühe.

 

Diese Woche haben wir es ruhiger. Das Wetter arbeitet für uns. Gras und Mais können wachsen. Wir sind froh um den Regen. Es gilt kleinere Reparaturen zu erledigen und aufzuräumen, draussen und im Büro. Insbesondere gilt das für den ganzen 1. Stock im Gebäude, wo sich das Holder - Rümli befindet. Im Holder - Rümli wollen wir nach dem Boden nun auch die Wände neu streichen. Viele Besucher, insbesondere die vielen Kinder, bringen halt auch viel Schmutz mit. Und die neuen Saaten müssen geplant werden.

29. Juli - 4. August

Nach den ausgiebigen Niederschlägen von letztem Wochenende haben wir endlich kühlere Temperaturen und sehen bezüglich der Wasserversorgung unserer Kulturen gelassener in die Zukunft.

 

Zusätzlich zur Ernte galt es übrigens vor 10 Tagen wieder neue Hühner einzustallen. Ein Stall wurde während 3 Tagen vollständig geputzt, desinfiziert und wieder eingerichtet. Danach trafen 500 Junghennen ein. Sie waren zu diesem Zeitpunkt 19 Wochen alt und am 28. Juli, also im Alter von ca. 20 Wochen, haben bereits 60 von ihnen ihr erstes, noch sehr kleines Ei gelegt. Nachdem sich die Junghennen jetzt im Stall auskennen und vorallem wissen, wo sie ihre Eier legen können, werden sie Mitte dieser Woche zum ersten Mal auf die Weide gelassen, wo sie sich foran täglich aufhalten dürfen.

 

Letzte Woche konnte das Gras für nächstes Jahr gesät und angewalzt werden. Wir dürfen dieses Mal zuversichtlich sein, dass diese Saat gedeihen wird.

 

Auf die gemähten Wiesen lassen wir durch den Lohnunternehmer wieder Gülle ausbringen. Bei der momentanen Bodenfeuchtigkeit und den kühleren Temperaturen erzielen wir eine bessere Wirkung. Es geht viel weniger Ammoniak in die Luft verloren.

 

Diesen Montag wird bei uns wieder eine Kontrolle durchgeführt, ob auf unserem Betrieb auch alle Auflagen erfüllt sind, die vom Staat verlangt werden, damit wir Direktzahlungen erhalten. Weil die Ankündigung eines Kontrollbesuches immer kurzfristig erfolgt, war Christian am Wochenende deshalb damit beschäftigt, zu überprüfen, ob auch alle Aufzeichnungen korrekt geführt sind. Dazu gehören z.B. Betriebsplan, Parzellenverzeichnis, Fruchtfolgeplan, Nährstoffbilanz, Kontrollblatt Düngemitteleinsatz, das Flächenerhebungsblatt, Bodenproben, Feldspritzentest, Anteil Ökoflächen, Auslaufjournal, Aufzeichnungen zum Medikamenteneinsatz, Tierarzneimittelinventar und, und, und....

22. - 28. Juli

Hurra, geschafft! Die Getreideernte ist beendet. Dieses Jahr ist es spät geworden. Einerseits weil das Getreide 2 Wochen später reif war als üblich, andererseits, weil es mit dem alten Mähdrescher 2 Tage länger gedauert hat als es mit einem neuen der Fall gewesen wäre. Der Roggen lag kreuz und quer. Kaum ein Halm stand aufrecht. Deshalb war das Dreschen sehr anstrengend und benötigte volle Konzentration, damit der Mähbalken auch alle Halme vom Boden aufnahm. Die Halme kamen auch völlig unregelmässig in die Maschine und blockierten oft die Zufuhr zur Dreschtrommel. Sofortiges Stoppen, Absteigen und Herausreissen der Halmbüschel war jedes Mal die Folge. Weil beim liegenden Getreide die Ähren nah am Boden sind, musste sehr tief gemäht werden. Dabei war es schwierig die richtige Fahrgeschwindigkeit zu finden. Zu langsames Fahren hätte die Erntezeit noch mehr verlängert. Bei zu schnellem Fahren geriet aber das Messer, womit das Getreide abgeschnitten wird, bei Bodenunebenheiten in die Erde, riss die Halme gleich mit den Wurzeln aus, schob Erdhaufen vor sich her und blockierte. Da galt es wiederum sofort zu stoppen und den Mähbalken anzuheben, abzusteigen und das Messer zu reinigen. Höchste Konzentration war also gefragt und ein Fehler des Fahrers bewirkte sofort Mehrarbeit und Verzögerung. Was aber viel ärgelicher ist, da es von Drittpersonen verursacht wird, sind die Holzprügel, die von Hunden ins Feld geschleppt wurden und von da unbemerkt in den Mähdrescher geraten. Das passierte gleich mehrmals. 2 Mal musste Christian sogar mit dem Mähdrescher zurück zum Hof fahren und dort die Holzstücke aus dem Inneren der Maschine herausoperieren. Zusätzlich musste er das Feld noch mehrmals aus anderen Gründen verlassen und zurück zum Hof fahren: Ein Lager der Antriebswelle ging kaputt, sowie Gleitrollen des Haspels und die Scheiben der Rutschkupplung der Zuführschnecke und zu guter Letzt brach auch noch ein Halmteiler ab.  Das waren dann jeweils Reparaturen von 1 1/2 bis 2 1/2 Stunden.

 

Nach vollbrachter Ernte bleiben schon einige Zweifel, ob wir nächstes Jahr das Dreschen nicht doch lieber von einem Lohnunternehmer mit modernem Mähdrescher machen lassen. Allerdings ist das eine Kostenfrage.

 

Diese Woche wird auch alles Gras gemäht und zu Silage verarbeitet, ein paar wenige Heuballen gibt es auch noch. Das Mähen ist jetzt dringend, denn bei der Hitzewelle vertrocknet uns sonst das Gras auf dem Feld.

 

Bei den abgeernteten Äckern wird der Bodden mit dem Grubber aufgerissen. So können Unkraut und verloren gegangene Körmer keimen und absterben oder später entfernt werden.

 

Auf einem Teil der Felder wollen wir vor dem nächsten Regen (???) Gras ansäen.

 

Zwischenbericht 18. Juli

Die Getreideernte ist in vollem Gange. Letztes Wochenende hat Christian 60 Tonnen Weizen gedroschen. Gestern und heute müht er sich mit dem Roggen. Wegen starkem Regen wurde der Roggen schon vor einiger Zeit zu Boden gedrückt und ist deshalb sehr schwierig zu dreschen. Christian kann nur in eine Richtung dreschen und 2 x Mal musste er bereits wegen kleineren Reparaturen zurück zum Hof fahren. Wie jedes Jahr hoffen wir, dass der alte Mähdrescher auch diese Ernte einigermassen heil übersteht.

8. - 14. Juli 2019

Immer noch ist die Arbeit in der Landwirtschaft körperlich anstrengend. Aber im Vergleich zu früher hat sich doch Vieles stark geändert. Einerseits verbringen wir sehr viel mehr Zeit mit Administration, andererseits kann mühsame Handarbeit heute oft durch Maschinen ersetzt werden. Eine Riesenerleichterung in diesem Zusammenhang ist der Hoflader. Er ist bei uns häufiger im Einsatz als der Traktor. Dank ihm können heute die meisten Gewichte angehoben und transportiert werden, sei es mit seiner Zange, seiner Gabel oder seiner Schaufel. Mit ihm können wir heute 50 kg schwere Düngersäcke auf - und abladen. Bei 200 Säcken wird der Körper da stark entlastet. Oder man denke nur an die 50 Tonnen Stroh- und Heuballen, die jährlich vom Feld geholt, in die Scheune gebracht und von dort zu den Tieren verfrachtet werden müssen. Oder dann die Grassilage: Sie wird bei uns in Ballen gewickelt. Eine Balle ist 600 bis 800 kg schwer. Jährlich benötigen wir davon 400 bis 500 Stück. Eine Erleichterung ist auch der Mistschieber, der im Stall den Flüssigmist über die ganze Länge des Stalles bis zum Güllekanal schiebt, von wo dann alles in die Güllegrube gelangt.

 

Glücklicherweise bleibt so auch noch die Zeit und die Kraft für regelmässigen Sport, um für den Körper einen Ausgleich zu den einseitigen körperlichen Tätigkeiten auf dem Hof zu gewährleisten. Christian besucht den Sportclub Biel - Benken, wo er Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer trainiert und sich mit Mannschaftssportarten wie z.B. Volleyball fit hält - nicht zu vergessen die Kameradschaft, die dabei gepflegt wird und die zum psychischen Wohlbefinden beiträgt. Gerne ist er auch mit dem Bike unterwegs. Letzte Woche ist er beispielsweise mit dem Fahrrad an die Vorstandssitzung der IP - Suisse in Zollikofen BE (Sitz der IP - Suisse) gefahren. Wir Frauen besuchen das Fitnessstudio. Das aber eher aus dem Grund, dass wir das Gefühl haben, zu wenig Bewegung zu haben im Haushalt, im Garten oder bei der Administration.

 

Am Dienstag dieser Woche werden die Hühner ausgestallt. Bevor die neuen Hühner kommen, haben wir noch ein paar Tage Arbeit damit, den Stall zu reinigen und zu desinfizieren.

 

Diese Woche wird die Getreideernte starten, der Mähdrescher ist jetzt bereit.

 

 

1. - 7. Juli 2019

Wir bereiten uns auf die Getreideernte vor. Letztes Jahr war am 1. Juli schon viel Weizen geerntet. Dieses Jahr wird es ca. 2 Wochen später sein. Dabei dürfte das Roggendreschen zur Herausforderung werden, denn ein Starkregen hat das Roggenfeld platt gedrückt und die Halme liegen kreuz und quer. Vorerst muss aber der Mähdrescher aus dem Winterquartier geholt und fit für die Ernte gemacht werden. Zuerst wird die Batterie geladen, dann geht es ans Kontrollieren: Ölstände, Dieseltank, alle Antriebsriemen, Schmierstellen, Lager, Elevatoren, Gebläse, Körnerschnecken, Mähmesser, Haspel, Einzug, Tambour, Siebe, Schüttler, Strohhäcksler und das Rohr, womit die Körner aus dem Tank des Mähdreschers in den Hänger geleert werden. Zudem müssen die Kupplungen, das Getriebe, die Geschwindigkeitseinstellung, die Durchlaufmengen, die Luftzufuhr und die Grösse der Seitenschlitze (entsprechend der zu erntenden Kultur) eingestellt werden. Der Hauptantriebsriemen ist sehr rissig und sollte gewechselt werden. Vielleicht hält er aber noch eine Saison. Wir warten also noch mit einer Reparatur. Es ist nämlich sehr kompliziert diesen Riemen zu wechseln. Andererseits ist es auch nicht motivierender diese Reparatur zu machen, wenn man mitten in den Erntearbeiten ist, alles schon schmutzig und voller Staub ist und man eigentlich gar keine Zeit dafür hat.....Mal sehen! Der Mähdrescher ist halt schon 40 Jahre alt und es gibt noch Vieles, was kaputt gehen könnte. Beispielsweise haben die Pneus der grossen Räder so tiefe Risse, dass man beinahe den Schlauch sieht. Ausserdem sind viele Verschleissteile so stark abgenutzt, dass wir keinen Tag wissen, wann die nächste Panne kommt. Das ist aber schon seit 10 Jahren so und wir fahren für kleinere Reparaturen jeweils vom Feld nach Hause zur Werkstatt, wo wir schweissen, was nötig ist, um anschliessend die Ernte fortzusetzen. Wenn es dann aber einen grossen Schaden gibt, liegen die Reparaturkosten nicht mehr dran, weil eben bald schon das nächste Teil kaputt gehen könnte. Und dann wars das halt...So hat es die Maschine selber in der Hand, wie lange sie noch leben möchte.

Bauernhofblog vom 24. - 30 Juni 2019

Und schon ist der längste Tag des Jahres wieder vorbei. Bereits in 2 - 3 Wochen wird das Getreide gedrescht. Wegen des nasskalten Wetters im Frühsommer wird es dieses Jahr etwas später.

 

Diesen Juni hatten wir sehr viele Gruppen auf dem Hof, die eine Führung bei Christian gebucht hatten. Viele Kinder kommen dadurch in Kontakt mit unseren Hoftieren. Oft bleiben sie nach der ein- bis eineinhalbstündigen Führung noch zum Spielen und zu einem Znüni oder Mittagessen auf unserem Hof. (Unsere Gruppenangebote findet man unter Gruppen oder auch unter Kindergeburtstage.) Viele Kindergärten und Schulklassen aus der Umgebung nutzen diese Möglichkeit einer Führung. Letzte Woche gab es Führungen für 4 Schulklassen vom Aumattschulhaus in Reinach. Letzten Sonntag war dann ein Kindergeburtstag der französischsprachigen Schule in Basel an der Reihe. In der Tat wird oft bei einem Kindergeburtstag zusätzlich zur Miete des Holder - Rümlis noch eine Führung dazugebucht.  Aber auch eine Schulklasse aus Läufelfingen und eine von Breitenbach nutzten das Angebot anlässlich ihrer Schulreise. Diese Woche erwarten wir Kinder der Sprachheilschule in Aesch und in den Sommerferien kommen noch 2 Gruppen via Ferienpass zu uns.

 

Laut Wetterbericht wird diese Woche eine Hitzewelle auf uns zukommen mit Temperaturen von fast 40°. Wir überlegen uns deshalb, bestimmte Arbeiten auf den Abend zu verlegen, wie: Das Holz im Paradiesli zersägen, aufräumen oder Disteln aus Ökoflächen entfernen.

 

Während dieser Woche nimmt Christian noch 2 x an Sitzungen teil, 1 x in Zürich und 1 x in Bern. Es muss an dieser Stelle aber auch einmal erwähnt werden, dass ohne unseren zuverlässigen Mitarbeiter Ion Maidan an solche Abwesenheiten vom Hof gar nicht zu denken wäre!

Bauernhof Blog Montag, 17.6. - Sonntag, 23.6.2019

Montag bis Mittwoch ist warmes Sommerwetter, also ideal zum Heuen und Silieren. Unsere Kühe werden normalerweise mit Grassilage gefüttert. Dazu kann das Gras oft schon am 2. Tag eingebracht, bzw. in die bekannten Folien gewickelt werden, worin es dann eine Milchsäuregärung macht und nach wenigen Wochen verfüttert werden kann. Weil die Silage nicht lange in der Sonne liegt und oft weder gewendet noch gezettet werden muss, gibt es wenig Blattverluste und die Qualität, bzw. der Nährstoffgehalt der Silage ist dadurch höher als derjenige von Heu. Christian hat bereits am Sonntagabend mit Mähen begonnen. Am Dienstag kann also bereits die Silage eingebracht werden. Sie stammt von Kunstwiesen, die wir dieses Jahr bereits das 2. Mal schneiden. Das Gras ist jung und hat einen hohen Protein - und Energiegehalt.

 

Geheut werden bei uns nur die Ökoflächen. Für diese haben wir Verträge. Deswegen müssen wir Nutzungs -, Düngungs - und Pflegeauflagen beachten. Deshalb werden sie auch jetzt erst das 1. Mal geschnitten. Die Flächen sind eher klein und machen viel Arbeit. Zudem ist die Qualität des Futters schlecht, weil das Gras dort schon alt ist. Der Gehalt an Protein und Energie ist kleiner als beim jüngeren Kunstwiesengras. Wir lassen das Gras länger trockenen und machen Heuballen daraus. Heu wird nicht in Folien gepackt, weil es ja durch das Trocknen bereits konserviert ist. Es wird am Mitwoch eingebracht. Am Donnerstag soll es ja schon wieder regnen.

 

Auf unserem Betrieb brauchen wir nur sehr wenig Heu. Es wird an die Tiere verfüttert, denen dieses magere Futter besser bekommt, also die Ziegen, die Esel, allenfalls Ponys und die Kühe, die momentan nicht gemolken werden, weil sie hochträchtig sind (sogenannte Galtkühe).

 

Der Sonntag war kein guter Tag. Wir mussten eingreifen, weil 10 Kinder unter riesigem Geschrei auf dem Trampolin herumhüpften. Als die Mütter endlich ausfindig gemacht werden konnten, stellte sich heraus, dass diese weder Deutsch noch Englisch noch Französisch verstanden - genau so wenig wie die Kinder. Kurz darauf  hatte Christian dann Ärger mit einem Hundehalter. Dieser hielt sich zusammen mit seinem Hund im hohen Gras auf. Nach der Sache mit dem Trampolin war Christian schon leicht "angesäuert"  und als er dann den Herrn im hohen Gras sah, reagierte er stark verägert und wohl etwas agressiv, weshalb der andere auch agressiv wurde, die Aussprache nichts zur Abkühlung beitrug und beide erhitzten Gemütes auseinandergingen. Damit nicht genug: Noch 2 Mal musste Christian Hunde und Halter aus dem hohen Gras verscheuchen. Aber obwohl er dieses Mal versuchte anständig zu bleiben, wurde ihm kein Verständnis für sein Anliegen entgegengebracht.

10. - 16. Juni

Immer wieder ist das Wetter ein Thema. Hatten wir letztes Jahr von Anfang Juni bis in den November keine nennenswerten Niederschläge mehr, so dürfen wir dieses Jahr beim Gras einen schönen 2. Schnitt  erwarten. Dadurch sind 50 % des Futters gesichert. Die Prognosen sehen für die nächsten 2 Wochen Niederschläge voraus, was bedeutet, dass auch das Getreide vor der Ernte nicht mehr austrocknen wird. Allerdings sind damit noch nicht alle Risiken beseitigt. Das Getreide kann immer noch von Krankheiten befallen werden oder Feuchtigkeitsschäden erleiden - aber zumindest haben wir eine Sorge weniger.

 

Diese Woche sind Kleinreparaturen fällig: Der Fanghaken des Unterlenkers beim Traktor ist defekt, das Kabel der Tauchpumpe im Melkstand hat Wackelkontakt und der Boden des fahrbaren Grills, den unsere Holder - Rümli - Gäste verwenden, ist durchgerostet und durchgebrannt. Wie alle paar Wochen müssen der Laufhof der Kühe muss von Kot befreit und die Mistbänder im Hühnerstall geleert werden.

 

Vor einigen Wochen haben wir ein anonymes Schreiben erhalten, worin Vorschläge zur Verbesserung des Spielplatzangebotes gemacht, wenn nicht sogar gefordert wurden. Ende Mai dann kam ein anonymes Schreiben von selbst ernannten  "Tierschützern aus Reinach BL und Umgebung", worin wir wegen unserer Hühnerhaltung angegriffen wurden, ohne dass wir Gelegenheit haben, offensichtlichen Fehlinformationen, die diesen "Tierschützern" vorliegen, entgegenzutreten. Das trifft uns natürlich sehr. Wir lassen die Bevölkerung an unserem offenen Betrieb teilhaben, haben nichts zu verbergen und sind bereit, uns auch mit kritischen Fragen auseinander zu setzen. Unsere Offenheit auszunutzen, um anschliessend einen anonymen Brief zu schreiben, finden wir äusserst hinterhältig und es braucht Energie, den eingeschlagenen Weg, nämlich einen offenen Bauernhof zu führen, weiterzugehen.

 

Unsere Kritiker vergessen gerne, dass wir kein Zoo sind, wo Tiere gegen Entgeld ausgestellt werden und auch kein Freizeitpark, der durch Eintrittsgelder einen Verdienst erwirtschaftet. Wir leben von Nutztieren, denen wir oftmals mehr zu bieten versuchen, als vom Tierschutzgesetz vorgesehen, von denen wir aber auch leben müssen. Der Spielplatz ist keine Einnahmequelle. Wir sind froh, wenn er sich selber trägt. Also: Wer etwas auf unserem Betrieb beobachtet, das er nicht versteht oder das sich nicht mit seinen Vorstellungen verträgt, wie es auf einem Bauernhof zu sein hat, darf sich gerne direkt an uns wenden. Vielleicht können wir ja dann das Problem gemeinsam angehen. Wer anonym bleibt, disqualifiziert sich selber. Im Gegensatz zu der im letzten Blog erwähnten Zusammenarbeit mit den Vogelschützern, haben wir nämlich bei anonymen Briefschreibern keine Win - win Situation, sondern es bleiben auf beiden Seiten nur Verlierer - der Schreiber verliert seine Würde und wir einen Teil unserer Motivation uns offen zu zeigen.

3. - 9. Juni 2019

Wir haben von der Vogelwarte Sempach eine positive Rückmeldung zu Ihrem Besuch auf unserem Betrieb letzte Woche bekommen. Das bestärkt uns natürlich in unserem Engagement für Biodiversität. Christian konnte den Mitarbeitern der Vogelwarte aufzeigen, was alles darauf Einfluss hat wie ein Landwirtschaftsbetrieb funktioniert und wie kaum ein Betrieb mit einem anderen vergleichbar ist, und dass Lage, Grösse, Fläche, Qualität des Bodens, Hanglage, Niederschläge, Infrastruktur, Geographie und Klima einen sehr grossen f Einfluss darauf haben, was und wie ein Bauernhof funktioniert und produziert. Natürlich ist auch der Einfluss des Betriebsleiters - also des Bauern - sehr gross. Es spielt eine Rolle, ob er alt oder jung ist, gut oder weniger gut ausgebildet, ob er ein Maximum produzieren will oder doch lieber nach biologischen Standards produzieren will oder nach den Richtlinien der IP - Suisse wie auf unserem Betrieb. So kann man zwar unterscheiden z.B. nach Ackerbaubetrieben, Milchvieh- oder Mastbetrieben, aber im Detail unterscheidet sich dann doch wieder jeder Betrieb stark von jedem anderen.

 

Nebst dieser Einführung über die verschiedenen Produktionsweisen, waren die Leute von der Vogelwarte natürlich interessiert an unseren Bemühungen um Biodiversität. Auf einem Rundgang konnte Christian ihnen viele Bunt - und Rotationsbrachen zeigen, Säume, Hecken, extensive Wiesen und dann vorallem deren Wirkung: Auf den Brachen ist die Pflanzenvielfalt viel grösser als auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Es wird nicht bearbeitet, gedüngt oder gespritzt und dadurch nimmt auch die Anzahl Insekten zu und es entsteht Lebensraum für viele Vogelarten. So konnten unsere Besucher an diesem Tag seltene Vogelarten auf unseren Flächen sehen: Schwarzkehlchen, Neuntöter, Goldammer und Feldlerche und sogar eine Dorngrasmücke. Nicht auf unserem Rundgang, aber auch schon auf unserem Betrieb gesichtet wurden Wachteln, sogar ein Wachtelkönig,  ein Wendehals, ein Orpheusspötter und die Grauammer. Zu guter Letzt hörten wir dann beim Mittagessen unter den Linden ein junges Waldkäuzchen um Nahrung betteln.

 

Es macht Freude, wenn Menschen, die aus verschiedenen Lagern kommen, wie in diesem Fall Naturschützer und Landwirte, einander immer besser verstehen und gemeinsam Sinnvolles bewirken können. In unserem Fall eine Win - win Situation.

 

Diese Woche ist es heiss und gewitterhaft. Am Montag haben wir damit begonnen die im Paradiesli gefällten Bäume wegzuräumen. Und wir haben Montag und Dienstag rund um die Landi ein zweites Mal Gras siliert.

 

Am Mittwoch hat Christian eine Sitzung beim Vorstand des Getreideproduzentenverbandes.

 

Und Ende Woche, an Pfingsten geniesst dann Jon mit seiner Familie ein verlängertes freies Wochenende.

27. Mai - 2. Juni 2019

Gestern Sonntag fand auf dem Neuhof bei bestem Wetter und in bewährt guter Qualität das Spargelessen der Gillerugger statt. Anschliessend haben wir einen Verdauungsspaziergang über die Felder und zum neuen Sportplatz gemacht, der ja auf Land gebaut wurde, das wir früher bewirtschaftet haben. Dort herrschte reger Betrieb. Die neue Anlage mit dem Clubhaus ist gut gelungen und wird offenbar gerne genutzt. ABER: Wir fanden alles zuparkiert vor - auf unserem Land und auf den Feldwegen (wo es ein Fahrverbot gibt). Eine eindeutige Verschlechterung unserer Situation! Der heutige Anruf bei der Gemeinde brachte keine Lösung. Neu ist ja jetzt der Parkplatz des Fiechtenschulhauses vorgesehen für die Fussballer und Zuschauer und beim Spotplatz werden keine Parkplätze gebaut. Das ist anders als ursprünglich geplant. Wären die neuen Parkplätze beim Sportplatz gebaut worden, hätten auch unsere Gäste dort parkieren können. Jetzt finden diese zumindest an den Wochenenden keine Parkplätze mehr und die Feldwege sind für Landmaschinen nicht mehr passierbar. Unsere Lösung? Unsere Gäste müssen in Zukunft auch auf dem Parkplatz des Fiechtenschulhauses parkieren und wir erstellen einen Zaun. So kann niemand mehr auf unserem Land parkieren. Und wer auf den Feldwegen parkiert, wird angezeigt. Schade, dass solche Massnahmen nötig wurden.

 

Auf unserem Waldweidli, dem "Paradiesli", weiden momentan 4 Galtkühe. Sie brauchen ca. 10 Tage, um das Gras unter den Bäumen und in der offenen Fläche zu fressen. Im Winter sind dort 4 Tannen und 2 Birken gestorben. Die Gründe sind unklar. Bei einer Birke war es sicher das Alter. Die Tannen waren geschwächt und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel. Die Bäume standen bei anhaltendem Regen jeweils im Wasser, weil es sich an dieser Stelle staut. Das hat ihnen wahrscheinlich nicht gut getan. So werden Christian und Ion diese Woche damit beginnen die Bäume zu fällen und zu Brennholz zu verarbeiten.

 

Heute Montag besuchte die Vogelwarte Sempach unseren Betrieb, wegen der vielen Buntbrachen, Krautsäumen etc., die den neuen Mitarbeitern der Vogelwarte gezeigt werden sollten.

 

Für den Dienstag ist eine Führung für eine Schulklasse eingeplant.

 

Am Mittwoch gibt es Gespräche zwischen der Spitze der IP-Suisse mit Herrn Zumbrunnen. Da wird auch Christian dabei sein. Herr Zumbrunnen ist Geschäftsleiter und Präsident der Generaldirektion der Migros, mit der IP-Suisse, unsere Bauernorganisation, noch intensiver zusammenarbeiten möchte.

 

Am Donnerstag ist ja bereits Auffahrt und so wird auch diese Woche schnell um sein.


Kontakt Pächterfamilie:

Susanna u. Christian Schürch                                                  

Neuhof                                        

Hauptstr. 138

4153 Reinach                                                  

 

Tel. 061 712 08 52

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Kontakt für alle Fragen zu den Eseln:

Monique Kroepfli

esel.reinach@gmail.com